Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Dudenhofen/Schifferstadt sichert sich Titel gegen TSV Speyer

Sektduscher: Dominic Gerbes bespritzt die Kollegen der HSG Dudenhofen nach dem Sieg gegen TSV Speyer.
Sektduscher: Dominic Gerbes bespritzt die Kollegen der HSG Dudenhofen nach dem Sieg gegen TSV Speyer.

Die HSG Dudenhofen/Schifferstadt macht’s noch mal. Der Sportliche Leiter des TSV Speyer schimpft. Wie Panther und ihre Fans feiern.

Der alte ist auch der neue Meister der Handball-Oberliga der Herren. Am Sonntag besiegelte die HSG Dudenhofen/Schifferstadt vor 350 Zuschauern in der stimmungsvollen Ganerbhalle mit dem 31:25 (17:14) im Lokalderby gegen den TSV Speyer bereits am viertletzten Spieltag die Titelverteidigung.

„Glückwunsch zur Meisterschaft. Die ist verdient“, sagte Speyers Sportlicher Leiter Sören Pohlmann hernach. Ein Leckerbissen sei das Aufeinandertreffen der beiden ersatzgeschwächten Teams jedoch nicht gewesen, befand er. Den Auftritt der Seinen wertete Pohlmann gar als Katastrophe.

Richter erhöht

Einstellung, Kampf und Cleverness vermisste er. „Schade“, so seine Einschätzung, „es wäre mit einer Leistung wie zuletzt mehr drin gewesen“. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und lagen nach knapp zwei Minuten durch Simon Richter mit 3:0 vorne. Speyer hatte bereits zweimal in aussichtsreicher Position verworfen und sich einen technischen Fehler geleistet.

Der Spitzenreiter baute seinen Vorteil auf 11:7 durch Finn Schutzius und – als der TSV trotz doppelter Überzahl nicht verkürzte – auf 13:8 durch Raphael Sager aus. Zehn Minuten ging dann wenig zusammen bei der HSG, und schon kamen die Domstädter auf 15:14 durch Oliver Jann wieder heran. So verlief das Match lange.

Chrust überragt

Dudenhofen/Schifferstadt zog weg. Speyer arbeitete sich heran, ohne je auszugleichen (15:14, 19:14, 20:19). 47 Minuten lang boten die Gäste auch ohne ihren verletzten Spielertrainer Denis Markert den Einheimischen Paroli, als Regisseur Julian Doppler per Siebenmeter den 22:21-Anschlusstreffer warf. Dann schafften die Schützlinge von Trainer David Oetzel im furiosen Endspurt durch ihren überragenden Werfer Jakob Chrust, der aus dem Rückraum oft unbedrängt zum Abschluss kam, den entscheidenden Vorstoß auf 26:21.

Sager machte mit dem 30:23 den Deckel drauf. Nach dem Abpfiff der Schiedsrichter Tromsdorf/Koob, die 4/5 Zeitstrafen verhängten, kannte der Jubel bei der Spielgemeinschaft keine Grenzen mehr. Tanzend, hüpfend, singend feierten die Schwarzhemden noch auf dem Spielfeld. Die Fans jubelten und trommelten auf der Tribüne mit.

So spielten sie

HSG Dudenhofen/Schifferstadt: Weinerth, Korn – Jakob Chrust (14/3), Richter (3), Gerbes (1) – Finn Schutzius (3), Sager (5) – Müller – Kabasaj (2), Konrad Worf, Lorenz Worf, Handl, Wosien (3), Paul Schutzius

TSV Speyer: Tim Doppler – Krieg (1), Julian Doppler (7/3), Ruß (3) – Wild (1), Jann (4) – Fischer – Thiemann (2), Heid, Schleich (4), Rech (1), Theuer (2), Dahlbeck.

Rheinpfalz-Tipp: 31:28

In der Tendenz und bei der Anzahl der HSG-Tore lagen wir richtig. Der TSV erzielte aber drei Treffer weniger als erwartet.

Da ist der Jubel groß: Die Fans der HSG Dudenhofen/Schifferstadt bejubeln den Sieg gegen TSV Speyer.
Da ist der Jubel groß: Die Fans der HSG Dudenhofen/Schifferstadt bejubeln den Sieg gegen TSV Speyer.
Mann des Tages: Denis Krieg (links) und Fabian Ruß vom TSV Speyer können HSG Dudenhofens Jakob Chrust nicht halten.
Mann des Tages: Denis Krieg (links) und Fabian Ruß vom TSV Speyer können HSG Dudenhofens Jakob Chrust nicht halten.
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