Spiel des Tages
HSG Dudenhofen muss gegen HSG Lingenfeld Chance wahren
Kann die HSG Lingenfeld/Schwegenheim am Samstag in der Handball-Oberliga der Damen eine Überraschung schaffen und Tabellenführer HSG Dudenhofen/Schifferstadt auf eigenem Terrain ein Bein stellen? Die Antwort wird ab 18 Uhr im Lokalderby in der Neuen Kreissporthalle Schifferstadt gegeben.
„Es ist mir egal, welcher Gegner kommt. Wir haben dann noch drei Spiele und müssen nur auf uns schauen. Wir möchten unser Spiel machen. Dann bin ich guter Dinge, dass die beiden Punkte bei uns bleiben“, gibt es für den Trainer der Gastgeberinnen, Jens Zwißler, kein Vertun in der Zielsetzung. Das Hinspiel, als Zwißler noch nicht in Amt und Würden war, stellte für beide Teams den Wendepunkt dar.
Dudenhofen marschiert
Seine Schützlinge hatten direkt davor ihre bisher einzigen Niederlagen in Heiligenstein und gegen Mundenheim II kassiert. Sie setzten sich mit 31:26 durch, feierten neun Erfolge en bloc und sind zurück an der Spitze. Lingenfeld/Schwegenheims Bilanz war bis dahin mit 10:0 Punkten makellos. Zwischenzeitlich demissionierte Coach Christian Louis und seine früheren Eleven sind heuer Fünfte (16:12 Zähler).
Für Dudenhofen/Schifferstadt kam die zweiwöchige Pause nach der 30:27-Revanche gegen Heiligenstein und dem sehr souveränen 34:25 in Mundenheim genau richtig. „Gerade nach dem Match gegen Heiligenstein waren etliche Spielerinnen krank und konnten nicht trainieren oder haben sich durch das Mundenheim-Spiel geschleppt“, sagte Zwißler. Sarina Genova kommt nach ihrer Verletzung am Fuß wieder zurück. Bis auf Anna-Lena Etzel, die aus privaten Gründen noch verhindert ist, können die Einheimischen personell aus dem Vollem schöpfen.
Neustart mit Collet
Jens Collet, zuvor für die Männer der Gäste verantwortlich, ist seit knapp vier Wochen Übungsleiter der Damen. „In so kurzer Zeit die Abläufe zu verändern, ist immer schwer. Aber man versucht es schon. Das Wichtigste war erst mal, Ruhe in die Mannschaft zu bringen und die herrschende Verunsicherung herauszubringen“, berichtet der Speyerer von den Anfängen.
Seine Sieben zieht in seinen Augen voll mit und habe auch wieder Spaß am Schwitzen und Arbeiten. Der Liga-Primus ist für Collet der klare Favorit, der mit aller Macht um die Meisterschaft kämpft. Auf allen Positionen stark besetzt, auch bei einem Personalwechsel kein Bruch im Spiel und mit Zwißler ein sehr guter Trainer, so beschreibt er die Vorzüge des Kontrahenten.
Vielleicht hilft Lingenfeld/Schwegenheim seine gute Defensive, nach der von Dudenhofen/Schifferstadt die zweitbeste der Spielklasse. „Als Interimstrainer bis zum Ende der Runde werden ich und die Mannschaft alles geben, um vielleicht den ein oder anderen Gegner, der über uns steht, zu ärgern“, so Collet. Ziel ist auf jeden Fall die Qualifikation für die neue pfälzisch-rheinhessische Liga. Dafür reicht wohl Rang sechs aus. Personell gibt es das eine oder andere Fragezeichen, weil der Krankenstand wegen Grippe hoch ist.
Rheinpfalz-Tipp: 33:25
Die Gastgeberinnen werden ihrer Favoritenrolle deutlich gerecht und lassen sich auf dem Weg zur Meisterschaft mit viel Selbstvertrauen nicht beirren.