Speyer Hortbedarf: Betreuung für Randzeiten

Peter Eberhard (CDU), Ortsbürgermeister von Dudenhofen, hat gestern mitgeteilt, dass die Ortsgemeinde „schon immer große Anstrengungen unternommen habe, um die Kindergärten und Schulen familiengerecht aufzustellen“. Er reagierte damit auf eine in einem Leserbrief (Montag, 19. Mai) von Ingo Faus geäußerte Kritik an der Kinderbetreuung im Dorf.
Eine Hortgruppe einzurichten, sei ein freiwilliges Angebot der Ortsgemeinde Dudenhofen. Die Gemeinde biete die Gruppe gerne an, teilt Eberhard mit. Im Schuljahr 2014/15 könnten erstmals nicht alle Hortplatzwünsche erfüllt werden. Er habe in der Realschule plus zwar Räume für eine zweite Hortgruppe gefunden, aber „leider wurden diese Räume für die Einrichtung einer Hortgruppe nicht anerkannt, weil vormittags teilweise normaler Unterricht in ihnen stattfinden muss“, berichtet er weiter. Die personelle Ausstattung einer zweiten Hortgruppe wäre vom Gemeinderat befürwortet worden. Alternativ habe der Rat sofort beschlossen, dass Ganztagsschüler in den Randzeiten zur Ganztagsschule betreut werden: von 7 bis 8 Uhr und von 16 bis 17 Uhr, sowie am Freitagnachmittag nach Schulschluss bis 17 Uhr. „Wir wollten die Eltern, die berufsbedingt auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, nicht im Regen stehen lassen. Dieses Angebot gilt immer noch“, teilt Eberhard mit. Eine zweite Hortgruppe einzurichten, werde bis zu 300.000 Euro kosten. Diese Investition müsste vom Rat beschlossen und in den Haushalt integriert werden. Zudem werde die Ortsgemeinde ein Gutachten erstellen lassen, mit dem die Kinder- und Schülerentwicklung und die Betreuungswünsche der Eltern ermittelt werden sollen, „um dann gesamtheitlich reagieren zu können“. Faus zweifelte in seinem Leserbrief an, dass Dudenhofen – wie von Eberhard gesagt – an der Spitze des Landes in Sachen Kinderbetreuung steht. Eberhard verweist darauf, dass die Gemeinde 2013 etwa eine halbe Million Euro investiert hat, um die katholische Kita St. Kunigunde für fünf Gruppen aufzustellen. Mit den fünf Gruppen in der gemeindlichen Kita Naseweis habe die Gemeinde den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Zweijährige und ältere Kinder rechtzeitig erfüllt. Derzeit würden zudem neun Einjährige einen Krippenplatz in den beiden Kindergärten haben. Mit einem Ganztagsplatz werden die Kinder derzeit von 7 bis 17 Uhr betreut. Grundschule und die Realschule plus seien Ganztagsschulen, in denen die Kinder Mittagessen bekämen und bis 16 Uhr unterrichtet und betreut würden. Und es gebe auch noch die betreuende Grundschule bis 13.30 Uhr. (rhp)