Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Hoffnung auf Notartermin: Zuversicht beim Zukunftsquartier

2019: Peter Bauer wirbt im Stadtrat für das „Buntspecht“-Projekt; links: SPD-Vertreter Walter Feiniler.
2019: Peter Bauer wirbt im Stadtrat für das »Buntspecht«-Projekt; links: SPD-Vertreter Walter Feiniler.

Für das gemeinschaftliche Wohnprojekt des Vereins „Buntspecht“ mit 40 geplanten Wohneinheiten stehen die nächsten Schritte an. Es ist eine Premiere in Speyer.

Im aktuellen Rundschreiben der „Buntspechte“ zeigt sich Sprecher Peter Bauer zuversichtlich, bald zum Notar gehen zu können. Es geht um das 3200 Quadratmeter große Baugrundstück zwischen Mausbergweg und Woogbach, das dem Verein laut Stadtratsbeschluss von 2022 per Direktvergabe für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zur Verfügung gestellt werden soll. Beurkundet würde laut Bauer zunächst eine Grundstücksoption. Darauf könnten noch in diesem Jahr im nächsten Schritt ein Erbbaupachtvertrag über 99 Jahre mit der Bürgerhospitalstiftung als Geländeeigentümerin sowie ein städtebaulicher Vertrag mit der Stadt folgen.

Geplant sind 40 Wohnungen in ein oder zwei vierstöckigen Gebäuden mit einem Investitionsvolumen von 16 bis 17 Millionen Euro. Die Bewohner würden in die Buntspecht-Gemeinschaft aufgenommen und dann als Genossen oder Mietergenossen geführt, erklärt Bauer. Derzeit seien laut Plan 14 der 40 Wohnungen bereits vergeben. Der früher größere Kreis der Interessenten hatte sich im Lauf der Jahre verkleinert, weil das Wohnprojekt immer wieder ins Stocken geraten war. Als Hürde erwies sich die Suche nach einer geeigneten Baufläche. Vorschläge seitens der Stadt am Haus Pannonia und seitens des Vereins auf dem Normand-Sportgelände hatten sich zerschlagen.

Mitstreiter gesucht

„Ab März oder April wird es darum gehen, die Mitwirkendenanzahl zu erhöhen, um die Planung und Finanzierung stemmen zu können“, erklärt Bauer. Zuvor stehe noch eine vertiefende Bodenuntersuchung aus. Nach Rücksprache mit der Stadt werde diese noch im Februar angepackt, sodass Anfang März Ergebnisse und die Vereinbarung eines Notartermins zu erwarten seien. Das sei dann ausreichend konkret, damit einerseits um Mitstreiter geworben und andererseits zügig die Architektenauswahl starten könne. Rund 45 Büros würden dafür angefragt, so der Plan. Mitte Januar habe es eine Absprache mit der Stadtverwaltung zu detaillierten Vertragsentwürfen gegeben. Wenn sich zu dem Projekt auch noch der städtische Gestaltungsbeirat geäußert habe, dann könnten die Verträge „in den nächsten vier bis fünf Monaten endverhandelt werden“, meint Bauer.

Finanzierung steht noch nicht

„Wir bleiben weiter intensiv dran und vor allem zuversichtlich“, betonen die Buntspechte. Zuletzt habe sich die Auftragsvergabe für die vertiefenden Bodenuntersuchungen verzögert, berichtet Bauer. Nun jedoch stünden die erforderlichen Tiefenbohrungen kurz bevor. Darüber sollten auch die Nachbarn im Bereich von Musik- und Salierschule in Kürze informiert werden. Mit der Finanzierung benennt der Buntspecht-Sprecher die nächste Herausforderung: In der Planung dafür werde mit einer Vergabe von rund zwei Drittel der Wohnungen zum offiziellen Projektbeginn sowie 25 Prozent Eigenkapital-Durchschnitt gerechnet. Dazu kämen Darlehen, Zuschüsse und die positiven Signale zweier lokaler Banken, die bereit seien, die Buntspechte als Finanzpartner zu begleiten. Das gestiegene Zinsniveau gehöre aber auch zur Realität.

Termin

„Buntspecht“-Infoveranstaltung am Samstag, 1. März, 15 bis 16.30 Uhr, im Quartierstreff Speyer-Süd, Windthorststraße 18. Im Anschluss bis circa 17.45 Uhr „Buntspecht-Café“. Nähere Auskünfte im Netz unter zukunftsquartier-speyer.de.

Mausbergweg: geplantes Baugrundstück.
Mausbergweg: geplantes Baugrundstück.
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