SPEYER RHEINPFALZ Plus Artikel Hockey: Erster Sieg für den HC

Nach starker Feldrunde in die Halle: Julian Hohlweg (links).
Nach starker Feldrunde in die Halle: Julian Hohlweg (links).

Nach drei Niederlagen ist beim HC Speyer der Knoten geplatzt. Bei TSV Schott Mainz II siegte das Oberliga-Team um Kapitän Felix Ventulett 4:3 (2:2).

Mit ihrem ersten Dreier reichten die Weiherhöfler die Rote Laterne an Schott weiter und zogen mit dem Drittletzten, SC Idar-Oberstein, nach Punkten gleich. Erleichtertes Durchatmen bei Betreuer André Schehl nach diesem hart erkämpften Sieg: „Der war heute ja so wichtig, um Selbstvertrauen für die Hallenrunde mitzunehmen.“

Psycho-Vorteil

Speyer überwintere nicht als Letzter: „Das wäre psychologisch nicht sonderlich glücklich gewesen. Und dass wir nun auch Idar-Oberstein im Blick haben, ist auch nicht schlecht.“ Statt der geplanten Vollbesetzung saßen bei Speyer wieder nur zwei Feldspieler auf der Wechselbank, weil Vincent Gentner, Tobias Schilling, Felix Schmitt wegen Krankheit absagten.

„Bei dieser dünnen Personaldecke kamen wir in der Schlussphase wegen zu geringer Wechselmöglichkeiten ins Rotieren. Doch die Mannschaft kämpfte bis zum Umfallen und gestattete den Einheimischen keine Torchance mehr“, berichtet Schehl, der sich nach eigenem Bekunden heiser geschrien habe, um anzufeuern und den Vorsprung zu retten.

Nachgerannt

Immer wieder sei der HC einer Führung der Einheimischen hinterhergelaufen. Das 1:0 für Schott glich Denis Paul im Anschluss an eine kurze Ecke nach Ablage von Torjäger Alexander Fleck aus. „Durch fehlerhafte Zuordnung im Deckungsverbund gerieten wir erneut in Rückstand“, berichtet Schehl.

Aus einem Gewühl traf Fleck zum 2:2. Obwohl Speyer als spielerisch stärkeres Kollektiv weitestgehend Herr des Geschehens gewesen sei, ging Mainz wieder in Führung. Das 3:3 erzielte Philipp Schmitt nach glänzender Vorarbeit des seit Wochen stark auftrumpfenden Julian Hohlweg. Nachdem Jonathan Humbert bei zwei Großchancen noch das Quäntchen Glück fehlte, schloss er kurz vor Schluss eine flüssige Kombination zum Sieg ab.

„Ein dickes Lob dem gesamten Team für seinen mannschaftlich geschlossenen Auftritt und die super Einstellung. Das war auch ein Sieg des Willens, obwohl einige gegen Schluss ziemlich platt waren. Mit guter Raumaufteilung ist es uns gelungen, den Gegner im Schlussviertel weitestgehend vom Schusskreis fern zu halten und keine Torchance mehr zu ermöglichen“, so Schehl.

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