Speyer Hindernis für Autofahrer
«Römerberg.»In der Berghäuser Straße in Römerberg stehen seit Kurzem rot-weiße Metallpfosten auf den Gehwegen. RHEINPFALZ-Leser Georg Gast fragt sich, warum die Pfosten unbedingt aus Metall sein müssen und ob ein einziger Posten wirklich seinen Zweck erfüllt.
Gast vermutet, dass die Posten aufgestellt wurden, um wildes Parken zu verhindern. Die Posten stehen gegenüber eingezeichneten Parkplätzen. Nur ein Posten hat jedoch keinen Mehrwert, findet der Mechtersheimer: „Da parken die Leute vorne und hintendran.“ Effektiver seien entweder mehrere Pfosten mit einer Kette oder Strafzettel, meint Gast. Der 60-Jährige betont, dass es nicht die Pfosten seien, die ihn stören, sondern deren Material. Der Mechtersheimer kann nicht nachvollziehen, warum an der stark befahrenen Straße nicht Pfosten aus Kunststoff aufgestellt wurden, wie einer vor der Metzgerei Ballreich in Dudenhofen zu finden ist oder wie sie an der Tankstelle am Ortsausgang von Berghausen in Richtung Speyer stehen. Die Pfosten aus Metall sieht Gast als Unfallrisiko an. „Wenn jemand mit dem Motorrad oder Fahrrad ausweichen muss und dagegen fällt, ist der Schaden größer, als wenn der Pfosten aus Kunststoff ist“, sagt der Mechtersheimer, der bei der Unfallgefahr zum Beispiel auch an Kinder auf dem Laufrad denkt. Ortsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) erklärte auf Anfrage, dass die Pfosten nichts mit wildem Parken zu tun haben, sondern mit der Verkehrssituation. „Leider Gottes benutzen sehr viele Fahrzeugführer an diesen Stellen den Bürgersteig mit“, sagt Scharfenberger. Grund sei, dass Autofahrer bei Gegenverkehr nicht hinter den parkenden Fahrzeugen warten, sondern weiterfahren würden und der Gegenverkehr somit auf den Bürgersteig ausweiche. Scharfenberger kennt laut eigener Aussage die Forderung, dass mehr Pfosten notwendig seien, um das Problem zu lösen. Er möchte nun aber erst einmal abwarten, welche Auswirkungen einzelne Pfosten haben. Auf die Frage, warum die Pfosten aus Metall sind und nicht aus Kunststoff, verweist der Ortschef an Roman Rose von der Verbandsgemeinde, der die Pfosten ausgewählt habe. Rose sagt, dass die Wahl auf die Metallpfosten gefallen sei, weil die Verbandsgemeinde mit der Qualität der Kunststoffpfosten nicht zufrieden sei. Sie vergilben laut Rose zu schnell und erfüllen auch nicht das Kriterium eines Hindernisses: „Ein Kunststoffpfosten, der biegbar ist, ist kein wirkliches Hindernis“, sagt Rose. Das würde aber in der Berghäuser Straße gebraucht, damit die Autofahrer nicht mehr über den Bürgersteig fahren. In Dudenhofen steht der Kunststoffpfosten dagegen in einem verkehrsberuhigten Bereich, wo viel geparkt werde, sodass der Pfosten aus Kunststoff keinen Schaden anrichte, wenn ein Autofahrer ihn beim Parken erwische. Die Kunststoffpfosten an der Tankstelle in Berghausen seien vom Besitzer gekauft worden und machen laut Rose deutlich, dass die Abfahrt abschüssig ist. Laut Rose sind die Pfosten in der Berghäuser Straße ein Pilotprojekt, das mit der Polizei und dem Landkreis abgesprochen sei. Je nach Wirksamkeit sollen nach ein paar Monaten entweder weitere Pfosten montiert oder die jetzigen Pfosten wieder abgebaut werden, so Rose. Ein erhöhtes Unfallrisiko sieht der Mann von der Verbandsgemeinde durch die Metallpfosten nicht. Er kenne keinen Fall in der Verbandsgemeinde, bei dem ein Mensch durch einen solchen Pfosten verletzt wurde, so Rose.