Speyer Hilfe für die Helfer

Die im Rettungsdienst bei einer Großschadenslage tätigen Leitenden Notärzte und Organisatorischen Leiter bekommen Unterstützung von dem im Februar neu gegründeten Verein „Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter“ mit Sitz in Speyer. Das hat der Sprecher der Organisatorischen Leiter Vorderpfalz, Karsten Besdziek (Schifferstadt), mitgeteilt.
Als Förderverein und von Sponsorengeldern finanziert, wolle sich dieser für die Interessen der kommunal ehrenamtlich tätigen Leitenden Notärzte und Organisatorischen Leiter einsetzen und ihre Arbeit effektiver machen, sagte Besdziek. Wichtiger als die materielle Unterstützung für Anschaffungen, die von den Kommunen nicht geleistet werden könnten, sei dabei die Organisation von Fort- und Weiterbildungen für alle im Katastrophenschutz tätigen Gruppen wie Notärzte, Rettungssanitäter, Feuerwehr, Polizei, Technischen Hilfswerk (THW) und Hilfsorganisationen. „Denn im Katastrophenschutz arbeitet man nie allein, sondern immer gemeinsam“, unterstrich Besdziek, der auch zweiter Vorsitzender des neuen Vereins ist, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Im Bereich Vorderpfalz sind 14 Leitende Notärzte und elf Organisatorische Leiter tätig für Speyer, Frankenthal, Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis.
Neben einer Approbation als Arzt verfügen Leitende Notärzte über langjährige Erfahrung im Rettungsdienst und haben eine Zusatzausbildung absolviert. Organisatorische Leiter sind langjährige Rettungsassistenten mit spezieller Zusatzqualifikation. Gemeinsam führen sie alle Notärzte, Sanitätskräfte, Rettungsdienst- und Krankenfahrzeuge, die dem jeweiligen Einsatz zugeordnet sind.
Nach einem Symposium „Katastrophenschutz“ im Januar 2012 und einem weiteren „Katastrophenschutz – Amok“ im Januar 2013 in Ludwigshafen, lädt nun der neu gegründete Verein zum dritten Symposium ein. Es findet zum Thema „Emission ionisierender Strahlung“ am Samstag, 22. März, 8.30 Uhr bis 16 Uhr, in der Stadthalle Speyer statt.
Experten wie Thomas Jung, Fachbereichsleiter beim Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter und Christian Küppers, Leiter des Bereiches „Nukleartechnik und Anlagensicherheit“ am Öko-Institut Darmstadt, referieren über Gefahren, Risiken und Folgen kerntechnischer Anlagen auf Umgebung und Menschen. Im Außenbereich ist tagsüber eine dynamische Präsentation mit schwerem Gerät der Bundeswehr, Feuerwehr, THW und der Schnelleinsatztruppe Speyer geplant. Erwartet werden rund 250 Teilnehmer aus den im Katastrophenschutz tätigen Gruppen. (una)