Speyer Herbstmesse fest in Hand von Höllendämonen

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Ortstermin: Speyerer „Zombie Walk“ vom Dompavillon zum Festplatz – Popkultureller Grusel

Ein Schlag mit dem Pferdeschweif. Scharfe Klauen im Haar. Das irre Kichern eines Zombies am Ohr: Bei dem von der Stadt Speyer organisierten „Zombie Walk“ am Freitagabend erschreckte eine Gruppe Monster Spaziergänger – ein bisschen zumindest. Mit den Horrorclowns wollen die Zombies aber nichts zu tun haben.

Sicherheitsmaßnahmen gegen Horror-Clowns

„Liebe Zombies, wir laufen jetzt los.“ Um 19 Uhr gibt Heidi Jester das Startsignal. Die Dämmerung ist bereits hereingebrochen. Im schwachen Licht der Straßenlaternen heben sich die Silhouetten breitschultriger Gestalten mit Hakennasen und langen, spitzen Hörnern von der Dunkelheit ab. Vom Dompavillon durch den Domgarten bis zum Festplatz mit der Herbstmesse: Das ist die Route des „Zombie-Walks“. Die Idee dazu hatten Jester und Eva Neskudla von der Stadtverwaltung. Den Tag haben die beiden schon damit verbracht, die Herbstmesse für Halloween schaurig-schön zu schmücken: geschnitzte Kürbisse, Kerzen und „Leichenteile“. Die Befürchtung, dass sich Horror-Clowns unter die Gruppe mischen, hat die Veranstalter Maßnahmen ergreifen lassen. Zwei Polizisten begleiten die Gruppe unauffällig. Zu den Clowns hat eine schwarz gekleidete Höllendämonin eine klare Meinung: Alexandra Noack schiebt die Maske ihres Kostüms wie ein Visier nach oben. „Schrecklich. Denen geht es nur darum, Leuten Angst einzujagen“, kritisiert sie. Noack ist Mitglied einer Fasnachtsgruppe aus dem thüringischen Wiesenthal, die von der Stadt zum „Zombie-Walk“ eingeladen wurde. „Im Gegensatz zu den Clowns geht es uns um die Gaudi – kleine Scherze mit den Leuten zu machen.“ Die Gruppe habe aber verabredet, die Masken sofort abzunehmen, wenn Kinder Angst bekommen.

Auf der weltweiten Zombie-Welle

Die einträchtig nebeneinander laufenden Monster verfehlen auch in Speyer nicht ihre Wirkung. Drei Mädchen rennen kreischend davon, als ihnen ein Höllendämon die Haare zerzausen möchte und die Pferdeschweif-Peitsche schwingt. Erst in sicherer Entfernung bleiben sie stehen. Ein Hündchen bellt sich die Seele aus dem Leib. Andere finden die Begegnung mit der Unterwelt lustig: „Ich habe keine Angst“, sagt ein junger Mann und fragt seine Freundin: „Und du, Schatz?“

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