Speyer Handwerkskammer kommt nicht gut weg

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Heftig ist Angelika Wöhlert am Freitagabend mit der Handwerkskammer Kaiserslautern ins Gericht gegangen: „Viel tun die nicht für uns, obwohl wir Pflichtbeiträge abführen“, beurteilte die Speyerer Stadtbeauftragte der Kreishandwerkerschaft Vorderpfalz öffentlich den Service der Institution. Viel positiver äußerte sie sich hingegen im Gespräch mit der RHEINPFALZ über die Kreishandwerkerschaft Vorderpfalz: „Sie bietet Dienstleistungen, mit denen wir wirklich etwas anfangen können“. Beispielhaft nannte sie Rechtsberatungen.

Beim Neujahrsessen der Speyerer Handwerker im Augustinersaal der Sparkasse überwog aber Erfreuliches. Wöhlert blickte zufrieden auf die Zunftbaum-Aufstellung im April zurück. Das Traditions-Ereignis werde am 28. April wieder stattfinden. Sie dankte den Mitwirkenden an der „Italienischen Nacht“ im Turm der Mühlturmstraße. Zur Kult(o)urnacht am 25. Mai werde es dort 2018 eine Fortsetzung als „Pfälzer Nacht“ geben. Beim Brezelfest würde sie gern eine Beteiligung der Handwerker sehen. Neben Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) und Beigeordneter Stefanie Seiler (SPD) begrüßte sie unter anderem Heinz-Werner Süß als neuen Vorsitzenden und Jochen Heck als künftigen Geschäftsführer der vorderpfälzischen Handwerkerschaft. Für den Hausherrn Sparkasse Vorderpfalz warf Vorstandsmitglied Oliver Kolb, seit Dezember Speyerer Bürger, einen Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Diese sei in Deutschland ebenso wie die Situation des Handwerks gut, befand er. Niedrige Zinsen hätten einen positiven Effekt auf Investitionen. Trotz Problemen beim Fachkräfte-Nachwuchs und der betrieblichen Nachfolgen stelle sich das Handwerk in der Region solide und nachhaltig wirkend dar. „Ihr Beitrag für die Gesellschaft ist nicht hoch genug einzuschätzen“, betonte Kolb. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kommentierte OB Eger die gute Auftragslage des Handwerks. So sehr ihn das freue, so sei es derzeit für die Stadt manchmal schwierig, akzeptable Angebote zu bekommen. „Denn bei uns gehen die Baustellen nicht aus“, nahm er ironisch zur aktuellen Situation auf Speyers Straßen Stellung. Eger umriss dann die günstige wirtschaftliche Situation der Domstadt. Seit 2011 sei die Zahl der Arbeitsplätze um 25 Prozent gestiegen. Derzeit habe man einen Einpendler-Überschuss (Zahl der hier arbeitenden Auswärtigen im Vergleich zur Zahl der außerhalb Speyers arbeitenden Einheimischen) von 9500. „Es wäre schön, wenn sie hier auch eine Wohnung fänden“, wünschte er ihnen. Am Beispiel der Erschließung der Nachtweide machte er deutlich, wie der Stadtrat das Gewerbeflächenkonzepts umsetzt.

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