Speyer
Handball: Weltbeste Spielerin lockt 1000 Fans nach Speyer
Bethäuser fungierte auch zeitweise als Lehrwart des Pfälzischen Handball-Verbandes. Das erste von ihm organisierte Spiel gegen einen internationalen Gegner war die Partie einer Auswahl der Spielgemeinschaft TSV Speyer/TuS Heiligenstein am 28. März 1981 gegen die UdSSR. Dieses Spiel erregte weit über die Pfalz hinaus Aufsehen. Die Russinnen hatten sich 1980 in Moskau zum Olympiasieg geworfen. In Speyer traten sie mit der damals weltbesten Handballerin an: Sinajida Turtschyna. Die Ehefrau des Nationaltrainers Igor Turtschyn hatte bis dahin 280 Länderspiele hinter sich. Sie und die anderen Russinnen, vom Kreml zwecks Devisenbeschaffung zu einer Europatournee beordert, begeisterten in der Osthalle 1000 Zuschauer.
Ihre Gegnerinnen, die mit Spielen ihrer Verbandsrunde beschäftigten Handballerinnen der Spielgemeinschaft Speyer/Heiligenstein, hatten keine Gelegenheit gehabt, sich gemeinsam auf die Begegnung mit den Stars vorzubereiten. Dennoch unterlag das von TuS-Trainer Helmut Berger gecoachte Team „nur“ mit 20:35. Szenenkenner merkten an, dass die zwar mit sehenswerten Kombinationen aufwartenden Russinnen meist recht verhalten spielten.
USA hauen den Pfälzerinnen die Hütte voll
Während die Startruppe aus der Sowjetunion in der Erinnerung Bethäusers noch einigermaßen gnädig mit ihren Gastgeberinnen umging, verlief die Begegnung mit den sich auf Olympia 1984 vorbereitenden US-Amerikanerinnen am 6. September 1983 gänzlich anders. Bethäuser erinnert sich: „Die haben uns gnadenlos die Hütte vollgehauen.“ 6:35 stand es beim Schlusspfiff.
Im dritten Speyerer Spiel gegen ausländische Handballerinnen war es dann soweit: Es endete mit einem Sieg der „Platzmannschaft“. Den 29:18-Erfolg schaffte eine pfälzische U 17-Auswahl gegen altersgleiche Kroatinnen.