Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Waldsee schlägt Dudenhofen/Schifferstadt

Torreichster Dudenhofener: Paul Schutzius (am Ball).
Torreichster Dudenhofener: Paul Schutzius (am Ball).

Was für ein mitreißendes Match in der Wilfried-Dietrich-Halle. Die Pfalzligisten HSG Dudenhofen/Schifferstadt und TG Waldsee boten im Lokalderby beste Unterhaltung mit Spannung bis zum Schluss. Waldsee siegte erst ganz am Ende 27:24 (10:10) und steht in der Tabelle als Neunter jetzt wieder einen Rang vor dem Aufsteiger.

Nach verteiltem Beginn lösten sich die Gäste Mitte der ersten Halbzeit erstmals. Schon jetzt zeigte sich die große Waldseer Stärke, die Abwehr. Denis Krieg und Eric Blohm bildeten einen prima Mittelblock, der ganz häufig Zugriff auf die Offensivkräfte der Hausherren fand.

Laut TG-Trainer Benny Wingerter unterbrach seine Hintermannschaft 27 Mal den gegnerischen Spielfluss. Der HSG-Rückraum mit Dominik Selinger und Paul Schutzius kam selten zu Abschlüssen.

Dudenhofen/Schifferstadt ließ sich davon aber nicht zu sehr beeindrucken, zog wieder gleich und hatte bei Beginn von Durchgang zwei knapp die Nase vorne. Allmählich schien sich die gute Waldseer Defensive dennoch durchzusetzen.

Der Abwehrspezialist

Wenn Krieg, der nur in der Defensive aufs Feld kam, aufgrund der Spielsituation nicht reinlief, spielten die Gäste eine 5-1-Deckung. So schien die TG langsam wegzuziehen. Die HSG holte abermals auf, bewies große Moral und zeigte enormen Einsatz.

Bei lange ausgespielten TG-Angriffen ließen die Referees vermehrt passives Spiel anzeigen. So unter Druck gesetzt, warf Waldsee unvorbereitet. „Mit der Abwehr bin ich absolut zufrieden. Im Angriff haben manche taktische Details nicht wie gewünscht gegriffen“, sagte Wingerter.

Die Hausherren nutzten die gegnerischen Fehler und kämpften sich wieder heran. Als Schutzius das 24:25 markierte, tobte die Halle. David Hellmann machte aber das 26:24 und erzielte nach einem Durchbruch gegen die offene Manndeckung der HSG auch den finalen Treffer.

Tolle Fans

„Klar sind wie enttäuscht. Aber 24 Tore sind halt viel zu wenig. Die Aufholjagd hat sehr viel Kraft gekostet“, resümierte HSG-Co-Trainer Michael Stauch.

„Wir möchten uns bei unserem tollen Fans für die prima Unterstützung bedanken“, meinte Wingerter. Die Anhänger fuhren zahlreich in einheitlichen roten Outfits nach Schifferstadt.

So spielten sie

HSG Dudenhofen/Schifferstadt: Claus, Ballreich - Selinger (3), Handrich (4), Schutzius (7/2) - Gerber, Barlang (2) - Worf (4) - Richter, Schneider, Leonhardt (1), Beckmann (3), Schön, Sebastian Kolb

TG Waldsee: Schlosser, Kai Knittel - Marcel Knittel (12/7), Jens Eckrich (1), Hellmann (4) - von Kennel (3), Nowack (3) - Blohm (2) - Karl, Krieg (1), Ullmeyer (1), Rihm

Spielfilm: 4:3 (9.), 4:7 (15.), 7:7 (20.), 8:10 (22.), 10:10 - 14:13 (35.), 14:17 (39.), 15:20 (44.), 17:21 (47.), 20:21 (51.), 23:23 (54.), 23:25 (56.), 24:25 (58.), 24:27 - Zeitstrafen: 7/5 - Siebenmeter: 7/3 - 7/7 - Beste Spieler: Geschlossene Mannschaftsleistung - Krieg, Blohm, Marcel Knittel, von Kennel, Nowack - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Schwarz/Quadt (Kandel/Edigheim)

Rheinpfalz-Tipp: 29:29

Bis kurz vor Schluss war ein Remis möglich. Waldsee hatte den längeren Atem und setzte sich schließlich durch.

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