WALDSEE
Handball: TG startet in die Runde
In der vergangenen Runde sei der Spielfluss durch zahlreiche Corona-Absagen, Ausfälle und Verlegungen stark gestört gewesen. Nun hoffe er auf Besserung, teilte Wingerter dieser Zeitung mit. In einem Verjüngungsprozess gelte es, das Team weiterzuentwickeln, besser als mit Rang 13 abzuschneiden und als finales Ziel die Klasse zu halten.
Zwei Altgediente verließen den Verein. Der Coach: „Leider, unser langjähriger Kapitän und Torwart Fabian Schlosser sowie eine echte Größe und wahnsinnige Persönlichkeit, Benny Regenauer. Diese Abgänge schmerzen enorm. Wir werden deshalb das Team aus den eigenen Reihen weiter verjüngen, weshalb noch enorm viele taktische Kniffe einzuüben und voll in der Findungsphase sind.“
Die Säulen
Wingerter baut auf Daniel Claus im Tor, Max Spieß auf Linksaußen und Marius Spuhler am Kreis, die in die Bresche springen sollen. „Mit ihnen, die aus unserem eigenen Nachwuchs stammen, wird der Kader nochmals jünger und unerfahrener. Bisher haben sie sich im Laufe der Vorbereitung aber schon gut ins Mannschaftsgefüge integriert.“
Mit dem Einsatz der langzeitverletzten Marcel Knittel und Niklas Eckrich, die auf dem Weg der Besserung seien, rechnet der Coach im Laufe der Runde. Björn Hermann dagegen leide an einem Bandscheibenvorfall und werde vermutlich noch länger ausfallen. „Mit allen Spielern an Bord sind wir absolut breit und gut aufgestellt.“
Trainer-Prinzipien
Wingerter: „Wir hoffen sehr, dass dieses Jahr nicht weitere schwere Verletzungen dazu kommen.“ Er legt großen Wert auf hohe Trainingsbeteiligung sowie Einsatz-, Kampf- und Siegeswille. „Wenn uns das Verletzungspech nicht verfolgt und wir mannschaftlich näher zusammenrücken, können wir es schaffen, eine bessere Platzierung zu erreichen.“
Marlon Rihm, der vor zwei Jahren aus der eigenen A-Jugend aufgerückt ist und sich zu einer festen Größe entwickelt habe, bescheinigt Wingerter eine enorme Entwicklung. Eine weitere Stütze sei Tayfun Tok, der für einfache Tore aus dem Rückraum sorge.
Wingerter beeindruckt
Als besonders eindrucksvoll bewertet der Trainer die aktive Abwehrarbeit und in zweiter Welle, mit der die Gegner früh gestresst werden sollen. „Unsere Mannschaftsgeschlossenheit sucht ihres Gleichen. Die Jungs sind alle auch gute Freunde. Einen Stammverein ohne Spielgemeinschaft zu stemmen, wie bei uns in Waldsee, ist schwierig und gibt es nicht mehr allzu oft.“
Verbesserungspotenzial gebe es in der Abwehr im 3-2-1, wie Vorbereitungsspiele ergaben. Ansonsten zeigt sich der Coach mit dem bisherigen Entwicklungsstand und der guten Stimmung in der Truppe, die sich seit Anfang Juli zu drei bis vier Trainingseinheiten einschließlich Vorbereitungsspielen gegen Friedrichsfeld, Worms, Sankt Leon Rot, Dossenheim zusammen findet.
Das HLZ Friesenheim/Hochdorf mit jungen und gut ausgebildeten Spielern sowie die HSG Dudenhofen/Schifferstadt mit „brutal starken Verstärkungen“ sowie deren aus dem eigenen Nachwuchs stammenden jungen, schnellen Handballern bezeichnet er als Titelfavoriten.
SO SPIELEN SIE
Zugänge: Marius Spuhler (eigene zweite Mannschaft), Max Spieß, Daniel Claus (beide eigene A-Jugend)
Abgänge: Benny Regenauer, Fabian Schlosser (beide Karriereende), David Hellmann (beruflicher Wegzug), Joscha von Kennel (Rückkehr zu seinem Heimatverein HSG Lingenfeld/Schwegenheim)
Kader: Kai Knittel, Daniel Claus, Max Spieß, Moritz Karl, Tayfun Tok, Tim Kissler, Marlon Rihm, Jens Eckrich, Elias Nowack, Björn Hermann, Thomas Ullmeyer, Moritz Bredehöft, Eric Blohm, Marius Spuhler, Niklas Eckrich, Marcel Knittel
Trainer: Benjamin Wingerter
Co-Trainer: Markus Lemmert
Physiotherapeut: Luca Schlee
Betreuer: Matthias Eschenbacher