Speyer
Handball: Speyerer Pestalozzi-Schüler mit unvergesslichem Ausflug ins „Eulennest“
Einen ganz besonderen Tag durften die Förderschüler der Pestalozzischule aus Speyer am Donnerstag erleben. Zusammen mit ihren Lehrern trainierten sie auf dem Hallenboden, auf dem nur kurze Zeit später ein Handball-Erstligaspiel ausgetragen wurde. Zur Krönung des Tages liefen sie sogar mit den Handball-Stars ein.
Es ist Donnerstag, 16.30 Uhr, in der Friedrich-Ebert-Halle im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim. Der Hallenboden für das Erstliga-Handballspiel der Eulen Ludwigshafen gegen den TSV Hannover-Burgdorf ist verlegt und wartet auf die Partie der beiden Erstligisten. Doch nicht etwa die Bundesligamannschaft der Eulen betritt das Spielfeld. Nein. Die Leichtathletikmannschaft der Pestalozzischule Speyer darf mit einigen Lehrern auf den heiligen Hallenboden und trainieren.
„Für viele ist es das erste Mal, dass sie Handball spielen“, berichtet Sportlehrer Martin Wenig. In der Schule werde häufig Fußball oder Basketball gespielt, meint der Lehrer. Dafür machen es die Schüler allerdings nicht schlecht. Nach einer kurzen Erklärung der Regeln und dem Warmlaufen geht es auch schon los für die 16 Schüler. Prellen und Passen stehen vorerst auf dem Trainingsplan von Eulen-Praktikant Jonas Hilsenbeck, der die Übungseinheit leitet.
Höhepunkt war das Einlaufen mit den Profis
Für den Praktikanten war das Training mit den Förderschülern nichts Ungewöhnliches. Er habe bereits ein Praktikum an einer Schule für Menschen mit Behinderung absolviert, berichtet Hilsenbeck. „Es hat viel Spaß gemacht. Die Schüler haben super mitgemacht und waren motiviert“, freute sich der Trainer. Für fast alle – sowohl Schüler als auch Lehrer – war es der erste Besuch in der Friedrich-Ebert-Halle.
Der eigentliche Höhepunkt kam für die Schüler, die zwischen sieben und 18 Jahren alt sind, erst später. Um kurz vor 19 Uhr stand das Einlaufen mit den Bundesligateams auf dem Plan. Die meisten liefen mit den Gästen aus Hannover ein. Einige Schüler ergatterten sich Plätze neben Eulen-Profis.
Neue Fans für Handballsport gefunden?
„Das war für sie das Highlight“, meinte Angelika Krauß von den Special Olympics. Die Schüler seien rundum begeistert gewesen, berichtet Krauß. Für sie sei es schön gewesen, die Kinder und Jugendlichen so aufgeregt winkend und auch glücklich zu sehen, als diese mit den Sportlern auf die Spielfläche gelaufen seien. Aber auch während der Partie fieberten die Schüler mit und klatschten begeistert. Vielleicht hat der Handballsport neue Fans gefunden. Abgerundet wurde der besondere Tag für die Speyerer mit einem Foto eines Eulen-Spielers und dem Maskottchen der Erstliga-Handballer. Ein unvergesslicher Ausflug.
Möglich gemacht wurde der „Handballtag“ von den Special Olympics Rheinland-Pfalz. Die Organisation arbeitet eng mit der Speyerer Pestalozzischule zusammen und hat das Training mit den Eulen Ludwigshafen vereinbart. Für Special Olympics war das jedoch nicht die erste Zusammenarbeit mit den Eulen. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir zusammen mit dem damaligen Manager Marcus Endlich und Julia Ost (Heimspielorganisatorin) mit der Idee des Gesundheitstages begonnen“, erzählt Krauß.