Speyer
Handball: So schneidet die Region Speyer in den Jugend-Pfalzligen ab
Die RHEINPFALZ hat einen Streifzug durch die Jugend-Pfalzliga unternommen und die Situation der Mannschaften aus dem Raum Speyer beleuchtet.
Die A-Junioren der TG Waldsee belegen mit 6:6 Punkten den vierten Platz. „Wir haben nur gegen die Spitzenmannschaften verloren und dabei zwei von drei Spielen unglücklich mit nur einem Tor“, sagte Coach Tobias Keller. Ihm stehen nur sieben Akteure zur Verfügung, von denen bereits sechs auch bei den Aktiven zum Ball greifen. Sie trainieren immer zusammen mit der zweiten Herrenmannschaft. Vier B-Junioren helfen regelmäßig aus. In der Rückrunde hofft Keller, mehr Punkte zu holen und sich tabellarisch noch zu verbessern.
Die A-Juniorinnen der HSG Lingenfeld/Schwegenheim gewannen erst zwei Partien und sind Vorletzte. Übungsleiter Sebastian Lander ist mit der Trainingsbeteiligung und der Stimmung in der Mannschaft einverstanden. Aber die Auswahl habe aufgrund mangelnder Konzentration viele Punkte unnötig verschenkt. Die Höhepunkte waren für ihn bisher der 32:18-Erfolg gegen die HSG Landau/Land II und die erste Halbzeit beim 14:27 in Friesenheim. Die JSG Neuhofen/Waldsee, die das Derby mit 27:4 für sich entschied, steht mit 12:10 Zählern auf Rang fünf.
Die HSG Dudenhofen/Schifferstadt führt das Tableau der B-Junioren an (15:5 Punkte). „Meine Erwartungen bisher wurden übertroffen“, sagte der Verantwortliche Kai Zimmermann. Die Teilnahme an dem großen Turnier in Magdeburg förderte, abgesehen von der überragenden kämpferischen Leistung, vor allem den Mannschaftszusammenhalt enorm. Zimmermann kennt nach eigener Aussage mittlerweile von jedem Spieler die Stärken und Schwächen: Er will gemeinsam mit den Jungs weiter daran arbeiten und jeden ein Stück weiterentwickeln.
Noch Arbeit
Die TG Waldsee ist mit 8:12 Zählern Siebter. Im Derby gegen die HSG gab es ein 29:29. „Es könnte besser sein“, sagte Benny Regenauer, zusammen mit Moritz Bredehöft zuständig. Die Cleverness fehlte bisweilen, im Abwehrspiel müsse Waldsee noch zulegen und an den Laufwegen arbeiten. 19 Handballer stehen im Kader. Tobias Scherb wirft die meisten Tore, und Henry Müller, ein Leistungsträger, fehlte in einigen Partien verletzt.
Erst ein Erfolg steht für die B-Juniorinnen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt zu Buche. „Leider hatten wir bisher noch nicht allzu viel Glück“, erklärte Trainerin Jana Bäuerle. Ihre Mannschaft habe deutlich mehr Potenzial. Immerhin stellte sie Steigerungen bei den einzelnen Spielerinnen fest und hofft in der Rückserie auf mehr Erfolgserlebnisse.
Die C-Junioren der JSG Speyer/Waldsee spielen als Zweiter eine gute Rolle (16:4 Punkte). Coach Stefan Jann überraschte vor allem, wie schnell die Sieben zu einer Einheit geworden sei. Das Team schaue von Spiel zu Spiel und versuche, immer sein Bestes zu geben. Highlights waren für Jann das 49:27 gegen Mutterstadt/Ruchheim und das 55:39 gegen Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam.
Schritt gemacht
Er stellt insbesondere seine Torsteher Nico Sesing und Luan Berst heraus. „Am meisten Freude bereitet uns, dass sich alle Jungs super verstehen und bei allen die Mannschaft im Vordergrund steht und nicht der Erfolg des einzelnen“, sagte Jann.
„Wir hatten die Hoffnung, die eine oder andere Mannschaft hinter uns zu lassen. Das haben wir geschafft“, resümierte Rainer Weickenmeier die Vorstellung der D-Junioren des TuS Heiligenstein (Siebter mit 8:12 Punkten). Er stellt insbesondere den 26:22-Erfolg gegen Offenbach heraus: „Die ganze Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht.“
Das Derby gegen Dudenhofen/Schifferstadt ging mit 20:27 verloren. Der Nachbar rangiert mit 12:8 Zählern auf Position fünf. HSG-Trainerin Anna Isselhard integrierte Phil Becker, Lukas Kitzmann sowie Max Wiedemann vom TSV Speyer und hat nun eine eingespielte Formation zur Verfügung.
Mini-Europameisterschaft
Lasse Kuhn vom TV Kirrweiler stieß nach der Hinrunde dazu. Die beste Leistung sah sie im abschließenden Spiel beim 28:15-Erfolg in Kaiserslautern. Platz fünf soll es am Ende auf jeden Fall mindestens werden. Am Wochenende nahm Dudenhofen/Schifferestadt an der Mini-Europameisterschaft in Hannover teil und vertrat dabei die Farben Kroatiens.
Die von Ariane und Ralph Schröder sowie Olivera Simonovic betreuten E-Junioren des TSV Speyer nehmen mit 13:5 Zählern Position drei ein. Das Derby bei der HSG Dudenhofen/Schifferstadt entschieden sie 25:24 für sich. Bei Speyer spielen auch bis zu drei Mädchen mit.
Dudenhofen/Schifferstadt folgt als Siebter (6:14 Zähler). Trainerin Petra Kolb, unterstützt von Gideon Metzger und Marc Riffelmacher, zeigte sich bisher zufrieden, weil sie bei den elf Buben und zwei Mädchen von Woche zu Woche eine Weiterentwicklung erkennt. Sie stellt die hohe Trainingsbeteiligung heraus: „Ziel ist es, nach der Rückrunde auf dem fünften Platz zu enden.“