Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Reduziertes Programm im Raum Speyer

Hält die Hoffnung am Leben: Eric Fischer (blau) trifft für die HSG Lingenfeld/Schwegenheim.
Hält die Hoffnung am Leben: Eric Fischer (blau) trifft für die HSG Lingenfeld/Schwegenheim. Foto: Lenz

Ehe es am kommenden Wochenende noch mal richtig in die Vollen geht, spulten die Vereine aus der Region am Wochenende ein verringertes Programm ab.

Pfalzliga: TSG Friesenheim II - TG Waldsee 33:22 (14:11)

„Es läuft aktuell leider nicht wirklich rund“, fasste TG-Trainer Benny Wingerter die Malaise zusammen. Nie vollzählig im Training, Ausfälle und zu viele Fehler – in Friesenheim notierte er in der Summe 28 technische Fauxpas und Fehlwürfe: kein Wunder, dass er derzeit alles andere als zufrieden ist. Nach der 2:0-Gästeführung durch Finn Wächter und dem 4:4 durch Marcel Knittel (11. Spielminute) gewann die TSG allmählich die Oberhand. Gegen die kompakte defensive Verteidigung der Friesenheimer fand Waldsee immer weniger Lösungsmöglichkeiten. Das 8:4 und 12:6 waren die Folge. Näher als auf 11:13 wiederum durch Knittel kamen die Gäste nicht mehr heran. Nach dem Seitenwechsel stellte sich keine Verbesserung im TG-Spiel ein. Die Ideen fehlten in der Offensive. Die Torsteher bekamen keinen Zugriff auf die Würfe der Ludwigshafener. Friesenheim enteilte auf 20:12 (44.) und bekam im weiteren Verlauf keine Mühe mehr, über 27:18 den ungefährdeten Erfolg einzufahren. Die Schiedsrichter Tigl/Weber sprachen jeweils vier Hinausstellungen aus.

Frauen: TV Wörth - HSG Lingenfeld/Schwegenheim 28:21 (15:8)

Nachdem Elena Cairo vor 80 Zuschauern das 1:1 für die stark ersatzgeschwächten Gäste (nur acht Feldspielerinnen) erzielt hatte, machte Wörth schnell klar, dass sich die Südpfälzerinnen zum Ende der Hinserie den Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft nicht würden vermasseln lassen. 5:1 und 9:3 (17. Spielminute) lauteten die weiteren Zwischenstände, mit denen die Schützlinge von Coach Gerd Götz die Basis für den ungefährdeten Erfolg legten. Als Janina Luickx per Siebenmeter das 12:19 für die Gäste geworfen hatte (47.), begann Wörth die zweite Phase, um seinen Vorsprung zu vergrößern: 22:12. Gegen Ende der Partie gestalteten die Damen von HSG-Übungsleiter Dominik Pfanger das Resultat über 21:25 noch etwas freundlicher. „Für uns war heute nichts zu holen“, sagte Trainer Pfanger. Angesichts der Personalnot fehlten Lingenfeld/Schwegenheim die Möglichkeiten. Wörth habe viel Druck und Tempo aufgebaut, „was uns irgendwann die Luft gekostet hat.“ Der Unparteiische Arthur Schalk verhängte jeweils zwei Zeitstrafen. Ulla Eppel (HSG) sah direkt die Rote Karte (54.). Die Gäste beenden die Vorrunde mit 12:10 Punkten.

SG Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim - HSG Dudenhofen/Schifferstadt 22:23 (10:12)

Das Match verlief in Durchgang eins völlig ausgeglichen. Das Geschehen wogte hin und her. Mal führte die eine, mal die andere Formation: 3:4 durch Annalena Scheib (11. Spielminute), 10:8 (25.). Erst als die Pause näher rückte, löste sich die HSG durch einen Hattrick von Marlene Oetzel (darunter auch zwei verwandelte Siebenmeter) und erneut Scheib etwas deutlicher. Nach Wiederbeginn weitete Dudenhofen/Schifferstadt seinen Vorteil durch Lea Vogtländer rasch auf 16:11 aus (37.). In weniger als drei Minuten hatte sich der Aufsteiger aber wieder auf 15:16 herangekontert. Wiederum gelang den Gästen das 20:16 und 23:20. Erneut kam die SG auf 22:23 heran. Allerdings fiel der letzte Treffer 21 Sekunden vor Ultimo zu spät. Referee Christian Wyrobisch verhängte jeweils eine Zeitstrafe. Die HSG belegt nach einer prima Vorrunde mit 14:8 Zählern den vierten Rang.

Verbandsliga, HSG Lingenfeld/Schwegenheim - TV Edigheim 28:30 (15:15)

„Meine Mannschaft hat super gekämpft und gespielt, Kompliment“, sagte HSG-Trainer Jens Collet zur Vorstellung seiner Schützlinge. Die als Außenseiter in das Match gegangenen Gastgeber standen bis zum 28:29 durch Eric Fischer vor einem Punktgewinn (59. Spielminute). Sechs Sekunden vor dem Abpfiff der Schiedsrichter Huthmacher/Japundza – sie verhängten 4/1 Zeitstrafen – schaffte Edigheim den entscheidenden 30. Treffer. Mit der Spielleitung war Collet nicht ganz einverstanden. Denn „immer, wenn wir dran waren, gab es eine Entscheidung gegen uns“. Seiner Ansicht nach hatte das Spiel keinen Sieger verdient, und ein Unentschieden wäre okay gewesen. Der abwechslungsreiche Verlauf scheint diese Sichtweise zu bestätigen: 2:4, 7:6 Fischer (14.), 7:10, 14:12 Daniel Henninger (29.), 15:18, 24:25 Henninger (53.).

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