Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: HSG Lingenfeld Derbysieger

Nur schwer zu stoppen: Lena Bringsken.
Nur schwer zu stoppen: Lena Bringsken.

Die HSG Lingenfeld/Schwegenheim wurde in der Handball-Pfalzliga der Damen ihrer Favoritenstellung gerecht und setzte sich bei der FSG Neuhofen/Waldsee nach einer abwechslungsreichen und hart umkämpften Auseinandersetzung knapp mit 26:24 (13:10) durch.

Für 60 Minuten ruhte die freundschaftliche Verbindung der beiden Mannschaften, wurde sich gegenseitig nichts geschenkt. Beide Übungsleiter, Yannick Adrian (FSG) und Jan Burgard (HSG), stellten hernach die große kämpferische Leistung ihrer Teams heraus. Jeder, der diese Partie nicht besuchte, hat etwas verpasst.

Die Fans wurden für ihr Kommen mit bester Unterhaltung belohnt. Bis in die Schlussminute hinein geht die wilde Fahrt, ist die Spannung in der Neuhofener Rehbachhalle fast mit Händen zu greifen. 39 Sekunden vor Ultimo nimmt Burgard eine Auszeit, um die Seinen auf die finale Aktion vorzubereiten.

Werners Entscheidung

Mareike Schwarz hatte den Hoffnungsfunken für die Einheimischen kurz zuvor mit ihrem Treffer zum 24:25 am Glimmen gehalten. Als das Leder wieder fliegt, gelingt Lina Werner 17 Sekunden vor dem Abpfiff das entscheidende Tor zum 24:26.

Adrian lobte insbesondere seine geschlossene Hintermannschaft, die vor allem zu Beginn des Matches und während der Aufholjagd in der zweiten Halbzeit gegen die individuell besseren HSG-lerinnen taktisch klasse agierte.

Bringsken torgefährlich

FSG-Keeperin Caro Claus hielt prima, zog den Gästewerferinnen insbesondere in diesen Phasen mit ihrer Reaktionsschnelligkeit oft den Zahn. In der Pause hatte Adrian seine Damen aufgefordert, rauszugehen und das Spiel zu drehen. Mit der extrem torgefährlichen Lisa Bringsken schien das Ziel bis zum 21:18 tatsächlich erreichbar zu sein.

„Am Ende war es eine Frage der Kraft. Wir hatten personell wenige Möglichkeiten. Der Erfolg ist verdient“, resümierte er. Burgard ließ zehn Minuten vor dem Ende Bringsken durch Judith Henninger eng beschatten und stellte die routinierte Eva-Maria Heider ins Tor – die beiden entscheidenden Schachzüge.

„Auch uns hat das viel Kraft gekostet. Ich hatte aber nie Angst, dass es nicht klappen könnte. Tabea Luickx hat nach der Pause aufgedreht“, so Burgard. Nach dem aufregenden Geschehen fanden sich beide Teams wie zuvor verabredet noch in der Halle zum freundschaftlichen Austausch zusammen. Später ging es zum Feiern in eine Schifferstadter Kneipe.

So spielten sie

FSG Neuhofen/Waldsee: Claus, Bechtel - Gerdon (1), Fischer (4), Bringsken (11/1) - Kunz, Knittel (4/2) - Schwarz (3) - Akinyi (1), Fremgen, Gabor

HSG Lingenfeld/Schwegenheim: Stahn, Heider, Schuß - Tabea Luickx (11/6), Henninger (2), Werner (2) - Sauerbrunn (1), Elena Cairo (1) - Schäffer (2) - Höhne (2), Lena Luickx (2), Janina Luickx (4)

Spielfilm: 1:2 (4.), 5:3 (13.), 6:6 (20.), 7:6 (21.), 7:10 (27.), 10:13 - 12:13 (32.), 13:16 (36.), 16:16 (40.), 16:17 (41.), 21:18 (51.), 21:23 (56.), 23:25 (59.), 24:25 (60.), 24:26 - Zeitstrafen: 2/2 - Siebenmeter: 4/3 - 6/6 - Beste Spielerinnen: Bringsken, Claus, gesamte Abwehr - Tabea Luickx, Heider (ab 50.) - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Benjamin Magin (Speyer).

Rheinpfalz-Tipp: 24:27

Mit unserem Tipp lagen wir fast auf die Tore genau richtig. Die Gäste erzielten lediglich einen Treffer weniger als prognostiziert.

x