Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: HSG Dudenhofen schlägt TG

Wir müssen draußen bleiben: die Waldseer Rheinauenhalle am Sonntagabend.
Wir müssen draußen bleiben: die Waldseer Rheinauenhalle am Sonntagabend.

Die TG Waldsee hat gegen die HSG Dudenhofen/Schifferstadt in der Handball-Pfalzliga 26:33 (10:16) verloren und ist auf den letzten Platz abgerutscht. Die Gäste führen das Tableau mit 16:0 Punkten gleichauf mit der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam an. Das Match fand nach dem neuen Hygienekonzept der TG ohne Zuschauer statt.

Waldsee führte durch David Hellmann mit 2:1. In der Folge gab Dudenhofen/Schifferstadt immer die Schlagzahl vor. Aber es entwickelte sich ein interessantes Verfolgungsrennen, in dem die HSG ihren Vorsprung mal mehr, mal weniger deutlich gestaltete. Die TG sorgte zunächst für ein ausgeglichenes Geschehen.

Kreisläufer Eric Blohm egalisierte beim 7:7 letztmals für die Hausherren. Jetzt schlichen sich Nachlässigkeiten in der Defensive ein. Waldsee bekam kaum noch Zugriff auf den starken Rückraum mit Paul Schutzius und Dominik Selinger, agierte nicht mehr offensiv genug und fiel deutlich zurück – obwohl die Gäste einige gute Torgelegenheiten vergaben.

Die Umstellung

TG-Trainer Benny Wingerter ließ Schutzius und Selinger nach Wiederbeginn durch seine Außen Joscha von Kennel sowie Elias Nowack in Manndeckung nehmen. Mit dieser 4-2-Formation verunsicherte er die HSG zunächst und provozierte Fehler

Bis zum 20:22 durch von Kennel nach gut zwei Drittel der Spielzeit schien die TG noch etwas Zählbares in der Rheinauenhalle behalten zu können. „Unsere einzigen schwachen zehn Minuten“, meinte HSG-Übungsleiter David Oetzel. Er nahm eine Auszeit und justierte die Seinen taktisch neu.

Das Spiegelbild

Mit Sperre-Absetz-Aktionen durch den HSG-Kreisläufer gegen die Manndecker verpuffte die TG-Taktik. Schutzius traf zum 25:20. Mit diesem Vorteil im Rücken kam der Favorit nicht mehr in Gefahr. „Das war spiegelbildlich zur ersten Halbzeit. Unsere Deckung wurde wieder nachlässiger, und im Angriff waren es einige Fehler zu viel“, resümierte Wingerter hernach.

Oetzel bedauerte, dass ohne Zuschauer bei niedrigen Temperaturen keine Derbystimmung aufkam. „Wir wussten nicht, dass die Halle eine Baustelle ist“, ärgerte er sich „über Bauschutt in der Kabine.“

So spielten sie

TG Waldsee: Schlosser, Claus - Kissler, Eckrich (1), Hellmann (4) - von Kennel (5), Nowack (5/1) - Blohm (2) - Tok (3), Regenauer (1), Rihm (1), Herrmann (1), Bredehöft (2/1), Ullmeyer (1)

HSG Dudenhofen/Schifferstadt: Trapp, Schopp - Richter (1), Selinger (6), Gerbes (4) - Beckmann (6), Schneider (1) - Lorenz Worf (4) - Handrich (2), Paul Schutzius (9/1), Barlang, Dissinger, Konrad Worf, Sebastian Kolb

Spielfilm: 2:1 (3.), 2:4 (6.), 7:7 (15.), 8:9 (18.), 8:12 (24.), 9:15 (28.), 10:16 - 10:17 (31.), 14:17 (34.), 20:22 (42.), 20:25 (46.), 25:30 (56.), 26:33 - Zeitstrafen: 2/1 - Siebenmeter: 3/2 - 1/1 - Beste Spieler: Eckrich, Regenauer (beide Abwehr), Tok - Gerbes (Abwehr), Paul Schutzius, Selinger - Zuschauer: keine - Schiedsrichter: Kuntz/Möhle (Lingenfeld/Schwegenheim).

Rheinpfalz-Tipp: 25:29

Mit unserem Tipp lagen wir in der Tendenz richtig. Im Schlussspurt legte die HSG aber noch einige Tore mehr nach.

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