LINGENFELD
Handball: HSG-Damen starten am 17. September
„Diese tolle Steigerung gegenüber dem Jahr zuvor, als wir mit einem negativen Punktekonto von 17:19 auf dem achten Platz landeten, hatte uns vorher wohl kaum jemand zugetraut. Das Potenzial war da. Die Mädels haben gekämpft und mit großer Einsatzbereitschaft ihr Können abgerufen, dickes Kompliment dem gesamten Team“, sagte Burgard.
„Ich bin richtig stolz, Teil dieser super Truppe zu sein“, erklärte Burgard im Gespräch mit dieser Zeitung. Auf ein klares Saisonziel und mögliche Aufstiegsgedanken lässt sich der Übungsleiter nicht ein: „Es wird sicherlich keine so deutlichen Favoriten geben wie in der Vorsaison. Mehrere Mannschaften, die sich verstärkt haben, können am Ende oben stehen.“
Burgards Favoriten
Er denke dabei insbesondere an HSG Landau, TuS Heiligenstein, VTV Mundenheim II und HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Für seine Mädels hofft der Coach wiederum auf starke Leistungen, dass sie verletzungsfrei durch die Runde kommen und weiterhin mit viel Spaß und Freude zur Sache gehen.
Fünf Neuzugänge seien hauptsächlich spielerisch zu integrieren. „Menschlich passen sie ohnehin alle gut zu uns“, so Burgard. Mit den oberligaerfahrenen Lina Bechtel, Nadine Fischer, Kim Knittel und der talentierten Maren Mattern (18), die alle von der TG Waldsee kamen, sowie Simone Eckert sei die Auswahl breiter, variantenreicher aufgestellt.
Schwerpunkte definiert
Gemeinsam mit seinem Trainerteam habe er die Schwerpunkte definiert: „Wir wollen eine gefestigte, motivierte, leistungsstarke und nachhaltige Mannschaft formen, damit sich die hohe Leistungsbereitschaft letztlich auch auszahlt.“ Alle müssten auch ihre Stärken und Schwächen erkennen.
„Sie sollen ihre Stärken nutzen, aus Fehlern und Schwächen lernen und darauf aufbauen.“ Auch Teamgeist und Spaß mit der entsprechenden Einstellung werde großgeschrieben. Die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen sieht Burgard als weitere Aufgabe.
Über Kampf
Der Coach: „Wir wollen immer so spielen, dass wir als Gewinner vom Platz gehen.“ Um dies zu erreichen, müssten hauptsächlich Einsatz und Kampfeswille stimmen: „Wenn mal die eine oder andere Spielerin keinen guten Tag erwischt, müssen die anderen einspringen und dies ausgleichen. Aus negativen Erfahrungen wollen wir lernen und neue Motivation schöpfen.“
Konditionell habe die Mannschaft in unzähligen Laufeinheiten und Kraftübungen den Grundstein dazu gelegt, auch für spielerische Elemente die notwendige Kondition sowie Konzentration aufzubringen. Glücklicherweise seien bisher alle verletzungsfrei geblieben, Entwicklungspotenzial noch vorhanden.
Verbesserungspotenzial
Die Abwehrarbeit und auch das Spiel nach vorne gelte es weiter zu verbessern. Mit variabel einsetzbaren Spielerinnen, den schnellen und mit viel Power ausgestatteten Angreiferinnen Judith Henninger, Tabea Luickx sowie den abgeklärten und erfahrenen Laura Schäffer, Susanne Höhne, die das Team zusammen hielten und ein Spiel im Bedarfsfall beruhigen, will er die Aufgabe angehen und „möglichst weit vorne landen.“
Entsprechend seiner Handball- und Lebensphilosophie „Wenn nur eine gewinnen möchte, wird nicht so viel passieren. Wenn aber alle gewinnen wollen und entsprechend motiviert sind, ist vieles möglich“, hofft Burgard auf diese Einstellung bei allen Spielerinnen sowie den Rückenwind der „tollen und treuen Zuschauer“.
Und dass die Runde ohne Corona bedingte Einschränkungen abläuft, Burgard: „Trainerteam und Mannschaft sind bereit, die Motoren hochgefahren. Nun muss nur noch gezündet werden, um einen guten Start zu erwischen.“
SO SPIELEN SIE
Abgänge: Jessica Schuss, Nina Cairo (eigene zweite Mannschaft)
Zugänge: Simone Eckert (SG Heidelberg/Kirchheim), Maren Mattern, Nadine Fischer, Kim Knittel, Lina Bechtel (alle TG Waldsee)
Kader: Lina Bechtel, Selina Stahn (Torfrauen), Laura Schäffer, Miriam Weis, Elena Cairo, Tabea Luickx, Judith Henninger, Lina Werner, Sarah Schönrock, Annika Sauerbrunn, Kim Knittel, Maren Mattern, Nadine Fischer, Simone Eckert, Susanne Höhne, Lena Luickx
Co-Trainerinnen: Eva-Maria Heider, Silke Weber.