Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Grundschulaktion in Dudenhofen

Der Ball, mein Freund: Aktionstag der HSG Dudenhofen/Schifferstadt mit Gideon Metzger (Mitte).
Der Ball, mein Freund: Aktionstag der HSG Dudenhofen/Schifferstadt mit Gideon Metzger (Mitte).

In die Klassen der Clemens-Beck-Grundschule Dudenhofen ist Bewegung gekommen. Am Mittwoch schon jagten die Kleinen in der Turnhalle Bällen hinterher. Am Donnerstag geht es weiter. Rund 260 Kinder machen ihren Handball-Führerschein. Rolle vorwärts und Dosenwurf gehören als Voraussetzung dazu.

Die HSG Dudenhofen/Schifferstadt pflegt die Zusammenarbeit mit der Grundschule seit gut vier Jahren, sagt Jugendleiter Gideon Metzger. Vor zwei bot sie erstmals den Handball-Führerschein an. „Dafür haben wir acht Stationen aufgebaut, an denen handballspezifische Übungen gemacht werden“, erklärt er beim Besuch der RHEINPFALZ.

Der Grundgedanke, der hinter der Aktion steckt, ist klar und verständlich. Metzger dazu: „Wir wollen es schaffen, mehr Kinder für die Sportart zu begeistern und in unseren Verein zu integrieren.“ Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt.

Durch das Angebot seien zehn Kinder zur HSG gekommen: „Die meisten sind geblieben“, meint der Jugendleiter. Überzeugt ist er vom Kooperationskonzept, das es nicht nur an der Dudenhofener Grundschule, sondern auch an den beiden Lehreinrichtungen in Schifferstadt gibt. In der Spargelgemeinde sei sogar die Kindertagesstätte Naseweis – unmittelbar an die Grundschule gebaut – schon in einer kleineren Form mit einbezogen worden.

Koordination fördern

Jana Bäuerle, für die Öffentlichkeitsarbeit bei der HSG zuständig, weist auf die Koordination hin, die die vorgegebenen Übungen parallel fördert. „In dem Alter gibt es da einige Schwierigkeiten“, merkt sie an.

Schon eine Rolle vorwärts erlebe sie als Herausforderung für die Grundschüler. Das Gefühl für den Ball müsse ebenfalls trainiert werden. „Wir wollen vermitteln, dass der Ball kein Feind, sondern ein Freund ist“, macht Bäuerle deutlich.

Sie weiß, dass Sport in der Freizeit der Kinder heute nicht mehr im Vordergrund steht. Umso wichtiger erachtet die Handballerin die Einsätze in den Schulen.

Teamgeist wecken

Der Teamgeist werde dabei ebenso geweckt. „Handball ist ein Mannschaftssport. Deshalb gibt es auch eine Station, an der alle gemeinsam Punkte sammeln müssen“, erklärt Bäuerle und nennt das Dosenwerfen.

Eine Urkunde bestätigt dem Nachwuchs den erfolgreich bestandenen Handball-Führerschein. Hoffnung auf Zuwachs für die HSG äußern die Verantwortlichen. Über mangelnde Resonanz klagen kann der Verein aber nicht.

„Wir haben 19 Jugend-Mannschaften“, sagt Bäuerle. Die C-, B- und A-Jungs seien zweifach, alle D-Teams und jünger dreifach besetzt. Lediglich die weibliche A-Jugend fehle.

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