Dudenhofen / Waldsee
Handball: Dudenhofen und Waldsee richten sich auf „packendes Derby“ ein
„Ich freue mich sehr auf mein erstes richtiges Derby als Männertrainer und erwarte eine laute Halle. Am liebsten würde ich selbst mitspielen“, sagte HSG-Trainer David Oetzel. TG-Coach Benny Wingerter sieht es ähnlich: „Wir freuen uns auf ein packendes Derby.“ Waldsee hat sich im Hinspiel mit 32:26 durchgesetzt. Damals waren die Vorzeichen noch andere. Die TG hatte Sichtkontakt zur Tabellenspitze, während Dudenhofen/Schifferstadt im Tabellenkeller festhing. Zwischenzeitlich belegt die HSG mit 13:21 Punkten Platz acht. Die Gäste von morgen sind Zehnter (12:20).
„Auf jeden Fall ein Vier-Punkte-Spiel“
Oetzel ist mit Ausnahme der Vorstellung in Wörth im Jahr 2020 sehr zufrieden mit den Leistungen der Seinen. Waldsee dagegen befinde sich in einer Abwärtsspirale und stehe mit dem Rücken zur Wand, glaubt er: „Es ist auf jeden Fall für beide ein Vier-Punkte-Spiel.“ Die Stärken der Gäste sieht er auf der rechten Offensivseite mit Finn Wächter und Elias Nowak, aber auch bei den erfahreneren Akteuren, Torjäger Marcel Knittel und Spielmacher Jens Eckrich. Niklas Eckrich ist ihm zuletzt positiv aufgefallen. Oetzel setzt auf eine starke Abwehr um den Mittelblock mit Lorenz Worf und Moritz Leonhardt und hofft auf einen guten Rückhalt durch Torsteher Nico Claus. Von einer sicheren Defensive ausgehend sollen über das Tempospiel leichte Tore gelingen.
Abwärtstrend wegen schwacher Deckung
Marco Beckmann konnte nach seiner Sprunggelenkverletzung schmerzfrei trainieren und steht ebenso wieder zur Verfügung wie Jonas Schön. Dominic Gerbes fällt wegen eines gebrochenen Nasenbeins vier Wochen aus. Manuel Grill fehlt wegen Rückenproblemen. Sebastian Kolb hat weiter mit Schulterproblemen zu kämpfen. Torwart Felix Trapp befindet sich auf Uni-Exkursion.
Wingerter, der die Gastgeber als junge und gute Truppe bezeichnet, sieht den herrschenden Abwärtstrend insbesondere in einer sich verschlechternden Deckung begründet: „Wir haben in den jüngsten Spielen wenig Zugriff auf die Gegner bekommen.“ Sein erstes Ziel ist es, seine Hintermannschaft zu stabilisieren und die Absprachen der Torleute mit ihren Vorderleuten zu verbessern. Mit einer offensiven 3-2-1-Deckung, die intensiv trainiert wurde, will er das gegnerische Zusammenspiel früh stören und Durchbrüche verhindern.
Der Abwehrchef kehrt zurück
Der Einsatz des angeschlagenen Finn Wächter ist fraglich. Nach längerer Urlaubspause kehrt Abwehrchef Denis Krieg zurück.