Lingenfeld
Handball: Derby der beiden HSGs
„Ein Derby, das wir zu Hause nach einer ungewünschten Spielpause gerne gewinnen möchten“, strebt der Coach der HSG Lingenfeld/Schwegenheim, Jan Burgard, gegen Dudenhofen/Schifferstadt den Ausbau der guten eigenen Position an.
„Unsere Aufstellung ist derzeit aufgrund einiger Coronafälle noch schwer zu nennen“, hat sein gegnerisches Pendant, Arnd Bäuerle, ganz andere Sorgen personeller Art. Lingenfeld/Schwegenheim hat sich hinter den Spitzenteams TSG Haßloch und HSG Landau/Land nach zuletzt vier Siegen in Folge mit 20:8 Punkten als dritte Kraft der Liga etabliert.
Einheimische favorisiert
Dudenhofen/Schifferstadt belegt mit 12:18 Zählern Rang acht. Der Wechsel auf der Trainerposition von Christian Grill zu Arnd Bäuerle schlägt sich zumindest tabellarisch noch nicht signifikant nieder (seitdem 3:7 Punkte). Von der Papierform her sind die Einheimischen in der Favoritenrolle.
Burgard will die Aufgabe, „die uns sicherlich fordern wird“, mit einer geschlossenen Leistung und insbesondere mit einer stabilen Hintermannschaft lösen. Der Aufbau der eingespielten Gäste soll frühzeitig gestört beziehungsweise unterbrochen werden. Aber Lingenfeld/Schwegenheim müsse auch die guten Einzelspielerinnen im Auge haben.
Viel Dynamik
Der Trainer weiß, dass die gegnerischen Akteurinnen immer für überraschende individuelle Aktionen gut sind. Ansonsten gilt wie immer, eigene Ballgewinne mit viel Tempo in Torerfolge umzumünzen, mit viel Dynamik und Druck die Lücken in der Deckung zu finden und die Angriffe konzentriert mit platzierten Würfen abschließen.
Wenn dann noch die Zahl der technischen Fehler gering bleibt und die erhoffte Unterstützung seitens der Fans gegeben sein sollte, glaubt Burgard an einen Erfolg. Ihm fehlen allerdings Nina Cairo (Studium), Miriam Weiß (Verletzung) und Lina Werner (Job).
Längerfristige Strategie
„Trotz der zahlreichen Ausfälle wollen wir weiter daran arbeiten, uns in der Abwehr zu stabilisieren und Bälle zu gewinnen, die wir zu Gegenstößen nutzen wollen. Im Positionsspiel wollen wir strukturiert versuchen, uns eine gute Abschlussposition zu erarbeiten“, ist Bäuerles Strategie eher längerfristig über die Partie am Sonntag hinaus angelegt.
Deshalb kommt es für ihn auch weniger auf den einzelnen Kontrahenten an. Er sowie das Trainerteam wollen viel mehr Konstanz und Kontinuität schaffen. „Dann werden auch die Ergebnisse wieder stimmen.“ Die Seinen und er wollen mit der nötigen Lockerheit in das Spiel gehen, streben aber auch mit dem entsprechenden Ehrgeiz einen Sieg an.
„Aufgrund des derzeitigen Saisonverlaufs sind wir ganz klarer Außenseiter und haben daher nichts zu verlieren“, sieht Bäuerle keinen Druck auf Dudenhofen/Schifferstadt lasten.
Rheinpfalz-Tipp: 27:25
Die Gastgeberinnen nutzen den Heimvorteil und setzen ihren guten Lauf nach einem spannenden und weitgehend offenen Derby fort.