Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Camp bei der HSG

Eine Einheit: die Campkinder.
Eine Einheit: die Campkinder.

Vincent ist die Hand näher als der Fuß. Das hat der Zehnjährige vor geraumer Zeit festgestellt. Statt beim Kicken übers Feld zu jagen, tut er das lieber prellend mit der Kugel an den Fingern. Im Panthercamp der HSG Dudenhofen-Schifferstadt feilt er noch bis Freitag an seinen Fertigkeiten.

„Es wäre schon cool, wenn ich mal höher kommen würde“, sagt Lockenkopf Vincent nach einer kleinen Denkpause. Was er konkret verbessern möchte, weiß der Junge aus Dudenhofen allerdings gar nicht so genau. Dafür steht wiederum für ihn fest: „Handball ist cool. Da bewegt man sich sehr viel.“

Der Blick auf das Feld in der Alten Kreissporthalle Schifferstadt bestätigt das. Dort, wie im gegenüberliegenden städtischen Stadion von Schifferstadt, steht die Kunst des richtigen Spiels auf dem Programm. Schweißtreibend verlaufen die Einheiten. Die Gesichter der rund 40 Kinder aus den Jahrgängen 2009 bis 2012 beweisen es.

Regionale Angelegenheit

„Alle haben Erfahrung“, merkt Jugendleiter Gideon Metzger im Gespräch mit der RHEINPFALZ an. Zur Hälfte kommen die Teilnehmenden von der HSG selbst. Die restlichen Spieler stammen aus dem unmittelbaren Umfeld. Dass nur vier Mädchen mitmachen, führt Metzger auf die Dauer des Camps zurück. „Die ist vielleicht zu lang“, meint er.

Abgesehen davon, gibt es in der angesprochenen Altersklasse nicht viele Mädchen-Mannschaften. In drei Gruppen eingeteilt, machen sich die Sportler ans Werke. „In erster Linie geht es tatsächlich um den Spaß“, lenkt Metzger ein, legt dann aber nach: „Die Kinder sollen möglichst viel trainieren, da sie so lange Corona-bedingt keine Möglichkeit hatten.“

Natürlich, so der Jugendleiter, solle das Camp auch dazu dienen, die Nachfolgegeneration individuell weiterzubringen. Vor allem eines soll gezielt gefördert werden: „Sie sollen lernen, im Team zusammenzuspielen.“ Technik, Koordination, Spiele – in die drei Hauptbereiche ist die Aktion unterteilt.

Ernährungs-Coaching

Hinzu kommen Angebote, die die HSG dank zweier Kooperationspartner organisiert. „Zum einen bieten wir Brainfit in Zusammenarbeit mit der AOK an. Zum anderen gibt es ein Coaching zum Thema Ernährung, das die Industrie- und Handelskammer anbietet“, berichtet Metzger.

Mit vollem Ehrgeiz sind die Kinder bei der Sache. „Die ersten sechs Aufgaben waren anstrengend“, gibt Julian (9) zu und ergänzt: „Mal schauen, was noch kommt.“ Er ist ein Externer, spielt Handball in Hochdorf, Phineas (10) ebenso.

Der Beweis

„Das ist schon mein drittes Handballcamp in den Sommerferien“, verrät er. Dass der in Ludwigshafen wohnhafte Junge so ranklotzt, hat einen Grund. „Ich will Profi werden“, verrät er der RHEINPFALZ. Abwehr und Pässe will er verbessern.

Metzger ist stolz auf das engagierte Trainer- und Betreuerteam. 17 Personen sind mit im Boot, unter anderem Jugendspieler. Wenngleich es an Nachrückern im Trainerbereich fehlt, ist Metzger zufrieden, denn: „Wer sich bei uns ausbilden lässt, ist extrem motiviert.“ Das Panthercamp ist ein Beweis.

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