Speyer Hackerangriff: Land verweist auf Anstrengungen bei Schul-IT
Nach dem Hackerangriff 2025 hat die Stadt mehr Geld vom Land für die Schul-IT gefordert. „Nicht gerechtfertigt“, heißt es dazu nun aus dem Bildungsministerium.
Der Hackerangriff auf pfalzweit rund 40 Schulen hatte erhebliche Folgen. Anfang März wurde bekannt, dass offenbar gestohlene Daten im Darknet veröffentlicht worden sind. Auch deshalb ist eine Debatte über die Finanzierung der Schul-IT ausgebrochen: 11 Euro gewähre das Land pro Schüler und Jahr für die gesamte IT-Ausstattung, hatte die Stadt zuletzt beklagt. Notwendig seien jedoch 162 Euro. Der Differenzbetrag bei 7000 Schülern und 650 Lehrkräften sei nicht zu stemmen. Der Hinweis auf mangelnde finanzielle Unterstützung bei der Bereitstellung der Schul-IT verkenne die großen Anstrengungen, „die das Land in den vergangenen Jahren in diesem Bereich unternommen hat und auch weiter unternimmt“, teilt ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums dazu mit.
Das Land investiere „freiwillig erhebliche zweistellige Millionenbeträge in die digitale Ausstattung der Schulen“. So seien etwa 90.000 digitale Endgeräte für bedürftige Schüler, 42.000 Leihgeräte und 6000 Endgeräte für pädagogische Fachkräfte angeschafft worden. Hinzu kämen Entwicklungs- und Lizenzkosten. Davon profitierten die kommunalen Träger unmittelbar, denn sie würden „bei einer ihrer originären Pflichtaufgaben massiv entlastet“. Aufbau, Betrieb und Sicherheit der IT-Netzwerke an Schule lägen laut Schulgesetz in der Verantwortung der jeweiligen Schulträger. In einer zunehmend digital geprägten Welt bleibe die Digitalausstattung eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben in der Bildung. Das Land stehe im Austausch mit kommunalen Spitzenverbänden und habe ein erneutes Gespräch angeboten.