Speyer Grüne wollen zusätzliche Hortgruppe

Leute für die Kommunalwahl zu interessieren, ist ein mühsames Geschäft. Eine Erfahrung, die Manfred Duttenhöfer mit den Kollegen der anderen Parteien beim Info-Stand der Grünen am Samstagmorgen in Dudenhofen teilte: „Es bleibt kaum jemand stehen.“ Wenn doch schon mal, dann mit sehr individuellen Anliegen und Wünschen, die niemand erfüllen könne.
Eine zweite Klientel, die Duttenhöfer erlebt: „Bürger, die sich pauschal über die Politik, Parteien beschweren, einfach ihren Frust loswerden wollen.“ Die Schwelle bei den Passanten sich auf ein Gespräch einzulassen sei hoch, sagt Duttenhöfer: „Wenn wir nicht auf die Leute zugehen, passiert gar nichts.“ Auf die Frage, warum er sich dennoch hinstelle: „Die Menschen registrieren wer da ist, wer nicht, wir, die Stände erinnern sie an die Wahl.“ Reinhard Burck hofft auf ein zweistelliges Ergebnis für die Grünen. Weniger als vor fünf Jahren soll’s jedenfalls nicht werden. Seine Motivation, sich kommunalpolitisch zu engagieren: „Wer hier wohnt, dem liegen bestimmte Dinge am Herzen.“ Seit 20 Jahren sitzt er nun schon im Orts- und Verbandsgemeinderat auf der Oppositionsbank. Ärger über abgelehnte Anträge empfinde er selten: „Man darf es nicht persönlich nehmen.“ Auch im neuen Rat würden die Grünen die Forderung nach einer zusätzlichen Hortgruppe auf die Tagesordnung setzen. Sieben, acht Kinder brauchen derzeit einen Platz. Der öffentliche Personennahverkehr müsse verbessert, an die S-Bahnhöfe Speyer und Römerberg angebunden werden. Sinnvoll sei die Zusammenlegung der Bauhöfe. Generell seien die Grünen gegen die weitere Versiegelung von Flächen und Eingriffe in die Landschaft. Deshalb kein neues Gewerbegebiet, keine Brücke über den Altwiesengraben. (län)