Inklusion
Glückspanther der HSG Dudenhofen/Schifferstadt haben viel vor
Beim ersten Spargel Glücks Cup der HSG Dudenhofen/Schifferstadt traten sie mit ihren Mannschaften an. Alle fuhren auf der Gewinnerstraße. Etwas über ein halbes Jahr ist es her, seit Steffen Bruns die Glückspanther ins Leben rief. Jeden zweiten Samstag im Monat treffen sich die inklusiven Spieler, um zusammen den Umgang mit dem Ball zu lernen.
Aus der gesamten Region kommen die Kinder und Jugendlichen nach Dudenhofen – ein Zeichen, wie notwendig das Angebot ist. Zum ersten Mal gab es nun ein kleines Turnier, bei dem sich die Teams in der Ganerbhalle verglichen. „Das ist schon emotional“, stellte Bruns im Gespräch mit der RHEINPFALZ fest.
Rocky zum Auftakt
Alleine der Einmarsch zur Musik von Rocky als Auftakt zu den Partien sei etwas Besonderes. Die HSG begrüßte als gastgebender Verein Teams aus Mutterstadt und Bellheim. Im Modus Jeder-gegen-jeden hieß es, jeweils zehn Minuten pro Begegnung auf dem Spielfeld durchzuhalten. Bemerkenswert: die Altersspanne, zwischen sechs und 17 Jahren lag diese, was sich wiederum in der Körpergröße niederschlug.
„Wir versuchen das durchaus entsprechend anzupassen. Es gelingt nicht immer“, warf Bruns ein. Für den Nachwuchs nahm das auch keine allzu große Bedeutung ein. Dieser trug mit Stolz ein Trikot mit der ersten eigenen Nummer, speziell zum Spargel Glücks Cup mit Hilfe von Sponsorengeldern angefertigt.
Gold für alle
Aus Prinzip endete jedes Spiel unentschieden. „Jeder bekommt am Ende eine Goldmedaille und eine Urkunde“, hob Bruns hervor. Er freute sich über den Zuspruch auf das Turnier und auch die regelmäßigen Übungsstunden. „Aktuell haben wir 20 feste Kinder, die bei uns trainieren. Knapp eine Handvoll sind im Probetraining“, sagte Bruns.
Gedanken über eine Kapazitätsgrenze habe er sich noch nicht gemacht. „Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben und auf die Gegebenheiten reagieren“, machte der Funktionär deutlich. Das zahlte sich auch beim Turnier aus. Von 20 auf zehn Minuten reduzierte er die Spieldauer beim Spargel Glücks Cup, für die jungen Handballer besser zu meistern.
Für das laufende Jahr und darüber hinaus plant Bruns mit der inklusiven Handballgruppe einiges. „Wir wollen viele Auswärtsspiele machen und andere Vereine besuchen“, kündigte er an. Kollegen aus dem Saarland kamen am Samstag nach Dudenhofen, die ebenfalls eine Mannschaft initiieren. Eine Einladung zum ersten Turnier dort sprachen sie der HSG bereits aus.