Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Gig mit Grabowsky

Beim Jubiläumskonzert 2019: Grabowsky. Ein krasse Show gehört bei ihnen einfach mit dazu.
Beim Jubiläumskonzert 2019: Grabowsky. Ein krasse Show gehört bei ihnen einfach mit dazu.

Sie sind in der Pfalz ein Begriff und sorgen schon seit 27 Jahren für Stimmung in der Pfalz: die fünf Jungs der Band Grabowsky aus Frankenthal. Am Samstag sind sie nun auch live in Speyer im Technik-Museum beim Kultur-Sommer.

Grabowsky, das sind Erhan Yilmazlar, Jürgen Hauser, Chris Gass, Olli Herrmann und Alex Hüther. Die Band aus Frankenthal, die es seit 27 Jahren gibt, ist längst Kult und die Musiker sind als „Schorlerocker“ ein Begriff im ganzen Land. Sie freuen sich auf den Gig am Samstag in Speyer im Technik-Museum beim Kultur-Sommer, mit dem es für sie wieder los geht.

Das letzte Großereignis vor der Corona-Pause war in Frankenthal das große Konzert zum Silberjubiläum. 1994 hatte die Band ihren ersten Gig in der Zuckerfabrik in Frankenthal.

Ein fester Termin für die Fünf ist traditionsgemäß der Strohutfest-Freitag beim großen Volksfest in ihrer Heimatstadt. Das war bis auf zwei oder drei Ausnahmen im zurückliegenden Vierteljahrhundert der Grabowsky-Tag. Schließlich gehört „Strohhutfest“ neben „Riesling-Schorle“ zu den großen Hits der Band. „Immer wenn wir nicht gespielt hatten, kamen anschließend die Wirte der Stände am Rathausplatz und haben sich beschwert, weil die Umsätze an diesen Tag deutlich schlechter waren“, erzählt Alex Hüther. Die Kapelle ist seit einigen Jahren aber auch gerngesehener Gast bei den Stadtfesten in Ludwigshafen und Mannheim sind.

Bier und Mars müssen sein

Wie viele Gigs über die 25 Jahre so zusammengekommen sind, das wissen der Sänger und der Gitarrist, der im Wesentlichen Musik und Texte für Grabowsky liefert, nicht genau. Allerdings haben sich mit der Zeit ein paar Rituale eingeschliffen, die zu jedem Auftritt, wo auch immer, einfach dazugehören: „Der Beifahrer muss immer einen Sechserpack Bier und fünf Mars holen“, erzählt Olli Herrmann lachend. Und hinter der Bühne machen die Fünf einen kurzen mehrstimmigen Gesang. Und dann geht’s los. Wie lange noch? Die Musiker zucken mit den Schultern. „Das nehmen wir, wie es kommt“, sagte Hüther schon im Herbst 2019 zum Jubiläum.

Das Konzept – ein Rocktrio mit zwei Sängern und humorvollen Texten auf Deutsch – trägt jedenfalls schon deutlich länger, als manche es ihm vorausgesagt hatten. „Einige haben gemeint: Nach zwei Jahren ist das wieder rum“, erinnert sich Alex Hüther.

Nicht nur Coverband

Doch allen Unkenrufen zum Trotz und nach einigen Besetzungswechseln bewiesen die Grabowskys ungeahntes Stehvermögen – nicht nur als Coverband. Und ganz nebenbei erfand man ein eigenes Genre, den Schorlerock. Seither geht’s bergauf mit den Jungs: Grabowsky-Fans – es gibt sie mittlerweile in drei Generationen – sind treu, textsicher und trinkfest, und Partys mit heimischen Pfalzkultsongs sind längst zum Zeitgeist geworden.

Bislang wurde jedes Jubiläum, fünf, zehn, 15, 20 und 25 Jahre – mit einer Veranstaltung gefeiert.

Im Hirn hängenbleiben

Was macht einen guten Grabowsky-Song aus? „Der muss so sein, dass er im Hirn hängenbleibt“, findet Olli Herrmann. Deshalb gibt es auch Pflichttitel, um die er und seine Kumpels bei keinem Konzert herumkommen. Die Themen jedenfalls gehen ihnen nicht aus: die Liebe, Fußball und Getränke aller Art. Es gibt auch mehrere Tonträger von Grabowsky – und 2015 stellte die Band bei einem Auftritt einen neuen Weltrekord „Längster Applaus nach einem Konzert“ auf, der 2006 im Guinees-Buch-der-Rekorde Eingang fand.

Termin

Am Samstag, 24. Juli, ab 19 Uhr spielt Grabowsky beim Kultur-Sommer im Speyerer Technik-Museum. Karten unter shop.technik-museum.de/kultur-sommer.html. Einlass ist ab 18 Uhr.

Die Frankenthaler Band Grabowsky.
Die Frankenthaler Band Grabowsky.
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