Speyer
Gesundheitsgarten hinter der Josephskirche geplant
Die Saline ist ein Wahrzeichen der Kurstadt Bad Dürkheim. Der Gradierbau bietet gesunde, salzige Luft. Die Dimension mit 333 Meter Länge ist beeindruckend. Gute Luft will in Zukunft auch Speyer bieten, aber nur in einem „kubischen Mini-Gradierwerk“. Dieses wäre einer der neuen Bestandteile, die die Stadt für die Grünzone zwischen Gilgen- und Mühlturmstraße vorschlägt. Hier solle es möglich sein, „im Solenebel Kühle und salzhaltige Luft nahezu kur-artig zu genießen“. Die Verwaltung will dem Ganzen folgendes Etikett aufkleben: „inklusiver Gesundheitsgarten für alle Generationen“.
Partner bei der Neugestaltung wäre der Kneipp-Verein, so die Verwaltung. Er sucht für seinen Kräutergarten ein neues Domizil, weil die bisher genutzte Fläche am früheren Stiftungskrankenhaus anders genutzt werden könnte. Hinter der Josephskirche ist er bereits mit seinem Kneippbecken vertreten. „Der Verein würde – wie bisher – die Pflege dieses Gartens übernehmen“, so die Stadt. Ein Geräteschrank und eine Kompostmöglichkeit seien als Ergänzung geplant. Zum neuen Bild des Parks würde laut Entwurf zudem eine bespiel- und bekletterbare Holzskulptur am Eingang von der Mühlturmstraße her gehören.
Nur noch wenige Skulpturen vorhanden
Der Kräutergarten käme in den Bereich des Ausgangs Richtung Kapuzinergasse. Zu ihm sollten neben kastenförmigen Hochbeeten zwei bis drei mit einem Rollstuhl unterfahrbare Pflanztische sowie Beete am Boden gehören. Das alte Pflaster würde ausgetauscht, die Wegeführung nicht verändert. Die bestehende Steinskulptur bliebe erhalten, die Sonnenuhr auf dem zentralen Plätzchen würde aufgearbeitet – dazu sei die Stadt schon mit Künstler Fred Feuerstein in Kontakt, sagte Planer Steffen Schwendy. Der Strauchbewuchs mit Kirschlorbeer und Eibe würde deutlich reduziert, auch um eine Schalenskulptur wieder besser zur Geltung zu bringen.
Die Fläche war einst mit Skulpturen eines Bildhauersymposiums von 1990 gefüllt, die überwiegend nicht mehr stehen. Der Stadt schweben ein Schattengarten und ein „Wiesencharakter mit Randbewuchs“ vor, bei dem für die Biodiversität etwa Schafgarbe, Salbei, Storchenschnabel und Beerensträucher hinzukommen sollten.
Der Bauausschuss stimmte den Plänen am Mittwochabend zu. Am 15. Juli wird auch der Stadtrat befragt. Kalkuliert wird mit 220.000 Euro an Kosten, die zu 90 Prozent das Land tragen würde, sowie 4000 Euro jährlichem Pflegeaufwand.