Speyer
Gespräche über Parken am Feuerbachpark
Wenn in drei Tagen die Arbeiter der Abteilung Stadtgrün ihren Dienst für die Pflege der besonderen Bäume beendet und alle unerwünschten Triebe gekappt haben, ist es wieder wie zuvor: In der Schraudolphstraße darf zwischen den Platanen geparkt werden, in der Slevogtstraße – auf der anderen Seite des Feuerbachparks mit ganz ähnlicher Botanik – nicht. Dort hatte die Stadt das Abstellen von Autos 2020 verboten, um die Wurzeln und damit die Bäume zu schützen.
In der Schraudolphstraße sind die Bäume ebenfalls schützenswert: „Die Problematik besteht dort gleichermaßen“, so Lisa Eschenbach, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Es handle sich aber um zwei unterschiedliche Bewohnerparkquartiere – und 2020 überplant worden sei nur das auf der Nordseite des Parks. Die Stadt wolle Änderungen in dem Gebiet „Schritt für Schritt“, weil es in der Nähe zur Innenstadt und zum Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus mit vielen Arbeitnehmern und Anwohnern einen „erheblichen Parkdruck“ gebe.
Stadt wartet ab
„Es muss zunächst abgewartet werden, wie sich das neue Bewohnerparkkonzept in der Praxis einspielt und wie sich das ,neue’ Parkverhalten entwickelt“, erklärt Eschenbach die geplante Vorgehensweise der Stadtverwaltung. Durch Markierungen sei im östlichen Bereich des Feuerbachparks in der Schraudolphstraße/Diakonissenstraße zumindest schon eine Parkordnung geschaffen worden, die gefährliche Situationen an Grundstücksein- und Ausfahrten sowie an Einmündungen ausschließt. Das Thema „Parken unter den Platanen“ stehe aber nach wie vor auf der städtischen Agenda, so Eschenbach. „Es soll zum Schutz der Bäume auch zeitnah wieder aufgegriffen werden.“ Die Stadt denke zunächst über einen Ortstermin und dann eine Beratung in den Fachausschüssen des Stadtrats nach.
In den Ausschüssen war auch die Parksituation im Kämmerergebiet schon ein großes Thema, die mit der am Feuerbachpark in räumlichem Zusammenhang steht. Hier hatte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) nach Bürgerkritik einen Plan von Verkehrsdezernentin Irmgard Münch-Weinmann (Grüne) zur Einrichtung von Fahrradabstellbügeln zulasten einiger Parkplätze am Straßenrand eingedampft. Auch hier steht die Lösung noch aus. Die Stadt kündigt Gespräche dazu an. Fahrradabstellmöglichkeiten seien nun „eher in den Randbereichen, zum Beispiel in der Kreuztorstraße“ geplant. „Eben dort, wo zunächst keine Parkflächen dafür weggenommen werden müssen.“