Speyer Gesichter des Jahres in der Festhalle
Beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Dudenhofen hat Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) gestern Abend auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückgeblickt. Es liegen aber auch noch genügend Projekte auf seinem Schreibtisch, die er in diesem Jahr angehen will.
Die Bundeskanzlerin, Wissenschaftler, Schauspieler, Sportler, auf den Titelseiten der Medien abgebildete Persönlichkeiten mögen bedeutend sein, die für ihn wichtigen Menschen sah Peter Eberhard gestern Abend beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der Festhalle. Der Bürgermeister zur Begrüßung der Gäste: „Für mich sind Sie die Gesichter des Jahres, die in unterschiedlichen Bereichen mithelfen, Dudenhofen auf einem guten Weg zu halten und weiterzuentwickeln.“ Eberhard freute im Jahr 2015 der Rückblick auf 70 Jahre Frieden und Freiheit, 25 Jahre Wiedervereinigung und ganz persönlich „die fünf unvergesslichen Tage zum 40-jährigen Jubiläum in der Südtiroler Partnergemeinde Martell“. Nicht nachvollziehen kann er das Ergebnis einer Umfrage, nach der 40 Prozent der Deutschen für 2016 keine Ziele haben, sich nichts vornehmen: „Es gibt unendlich viel zu tun, selbst im beschaulichen Dudenhofen bleibt manches zu verbessern.“ Privat und dienstlich vorgenommen hat sich Eberhard: „Lach doch. Das macht das Leben schöner und einfacher.“ Mit dem Blick aus seinem Amtszimmer konnte der Bürgermeister 2015 einige kommunale Vorhaben abhaken. Ein Beispiel ist der Kunstrasenplatz des Fußballvereins hinter dem Gemeindestadion nach 15 Jahren zwischen Idee und Einweihung. Im Zusammenspiel mit dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Verwaltung wurden die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Lampen, die Ausweitung der Gemeindewerke als Gas-Anbieter („mittlerweile 1100 Kunden, bringt eine gute Rendite“), der Einbau einer moderneren Akustikanlage in der Festhalle („ich hoffe, man hört es“), die Renovierung der Friedhofsmauer, Verbesserungen im Friedhofsbereich, die Gehwege-Erneuerung sowie der Außenspielbereich, die Heizung und die Trinkwasserversorgung in der Kindertagesstätte St. Kunigunde in Angriff genommen und abgeschlossen. Den Umbau der Kreuzung Landauer Straße, Carl-Zimmermann-Straße, Hofgraben versah er mit der Anmerkung: „Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme löste mit der Fertigstellung rege Diskussionen aus. Nach den erfolgten Korrekturen, insbesondere der Linienführung, verebbte die Kritik. Aber das Thema Verkehr bleibt in unserer Gemeinde spannend.“ Mit dem Vermerk „erledigt“ stempelte Eberhard die Innen- und Außenrenovierung der Kirche St. Gangolf („ein Ortsmittelpunkt, um den uns andere beneiden“), die Bebauung des ehemaligen Penny-Geländes und des Parkplatzes an der Raiffeisenstraße. Ende des Jahres zählte er in Dudenhofen 5960 Einwohner mit Erst-, 6283 inklusive Zweitwohnsitz. Weiter auf seinem Schreibtisch liegen das Sondergebiet Pferdehaltung Atzelhof („steht nach zehn Jahren kurz vor dem Abschluss“), das Planfeststellungsverfahren zum Bebauungsgebiet „Dreißigmorgen“ („finden die beteiligten Behörden kein Haar in der Suppe, könnte Ende des Jahres der Satzungsbeschluss erfolgen“) und der Bau der BMX-Bahn am Bauhof (Beginn im nächsten Winter/Frühjahr). Bei der Aufzählung der (noch) nicht erwähnten „Besonderheiten Dudenhofens“ kam der Bürgermeister ins Schwärmen: Sanddünen, Badewanne, Seniorenheim, Waldspielplatz, Barfußpfad, Waldfriedhof, Kreativtage, Volksliedersingen, Spargel, Kilianer, Grillhütte. Stolz ist er auf einen ausgeglichenen Haushalt 2016/2017. Und das trotz geplanter Investitionen von 2,3 Millionen Euro, allein eine halbe Million (plus erwarteter Zuschüsse) für den neuen dreigruppigen Kindergarten an der Realschule plus. Nicht verzichten will er auf den Bürgerpark und die Südtangente. Eberhard: „Ich habe einen langen Atem.“ Dudenhofen ist auf der Sonnenseite: Die Gemeindewerke sammelten Rücklagen in Höhe von 2,2 Millionen Euro an, seit Jahren zahle die Gemeinde Schulden zurück. Durch den Neujahrsempfang begleiteten die Blaskapelle, Sternsinger, „Chorissimo“, Schornsteinfeger Christian Behne und Frank Fuchs und Stefan Zöller von der Feuerwehr.