Speyer
Gemeindewerke Dudenhofen: Kunden müssen mehr für Strom zahlen
Ab dem kommenden Jahr müssen Bürger, die ihren Strom von den Gemeindewerken Dudenhofen beziehen, für die Kilowattstunde mehr bezahlen. Dudenhofens Beigeordneter Reinhard Burck (Grüne), zuständig für die Gemeindewerke, begründete die Erhöhung in der Sitzung des Ortsgemeinderats am Donnerstagsabend mit Mehrbelastungen beim Einkauf.
Die gesetzliche Umlage steige um 0,352 Cent, was sich auf zusätzlich 33.000 Euro summiere. Das Netz (plus 35.000 Euro) und Beschaffungskosten (plus 49.000 Euro) verteuerten sich ebenfalls. Demgegenüber stünden nur 17.000 Euro Mehreinnahmen von Netznutzungskunden. Die sich daraus ergebenden Mehrkosten von rund 100.000 Euro machten eine Strompreiserhöhung von einem Cent pro Kilowattstunde notwendig, sagte Burck.
Neue Grundgebühr der Stromversorgung sind 27,89 Cent pro Kilowattstunde, der Jahresgrundpreis beträgt nach Angaben der Gemeindewerke weiter 110,79 Euro. Unverändert bleibt dagegen der Gaspreis: 5,12 Cent die Kilowattstunde, 100 Euro Jahresgebühr. „Die um 22.000 Euro gestiegenen Beschaffungskosten konnten durch einen Rückgang der Bilanzierungsumlage kompensiert werden“, sagte Burck dazu.
Wirtschaftsplan mit Gewinnen
Entspannt nahmen die Ratsfraktionen den von Werkleiter Hermann Konrad erläuterten Wirtschaftsplan 2020/2021 der Gemeindewerke Dudenhofen zur Kenntnis. Im Erfolgsplan 2020 (die Zahlen für 2021 weichen geringfügig ab) ist für das Elektrizitätswerk ein Gewinn von 209.000 Euro ausgewiesen. Mit einem Überschuss rechnet Konrad auch beim Wasserwerk (24.500 Euro), bei der Wärmeversorgung der Schule und Kita (4.000 Euro) und beim Gasvertrieb (85.000 Euro). Investiert werde vor allem in die Erschließung des Neubaugebiets „Dreißigmorgen“ sowie in den Austausch alter Wasserrohre. Wie seine Ratskollegen hatte Sebastian Körner (CDU) an der Auflistung sowie den anschließend verabschiedeten Strom- und Gastarifen „nichts auszusetzen“. „Über die Zukunft der Werke müssen wir uns keine Gedanken machen“, sagte er.
Lardon weiterer Beigeordneter
Mit ihrer Zwölf-Stimmen-Mehrheit wählte die Dreier-Koalition aus SPD, Grünen und FDP Hartmut Lardon (FDP) zum Beigeordneten der Ortsgemeinde Dudenhofen. „Nach guter demokratischer Tradition“, so Jürgen Ofer, hatte die CDU Marcus Mönig als Gegenkandidaten vorgeschlagen. Er bekam die acht Stimmen seiner Fraktion. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich. Lardon ist ehrenamtlicher Beigeordneter ohne Geschäftsbereich.
Kerwe soll vorverlegt werden
Jürgen Ofer (CDU) möchte den Termin der Dudenhofener Kerwe (20. Oktober, anlässlich der Kirchweihe 1878 an dem Tag) vorverlegen und das Konzept mit Veranstalter und beteiligten Vereinen „überprüfen“. Der Tipp von Jürgen Creutzmann (FDP): „Reden Sie mit der Kirche.“ Nach der Sache mit dem Kauf des Pfarrheims sei er selbst dort nicht gern gesehen, sagte er. Die Mission, die Pfarrgemeinde von einem Septembertermin zu überzeugen, will Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) übernehmen.