Speyer Geflüchtete: So ist die Lage derzeit in Speyer
Der Zuzug Geflüchteter nach Speyer hat nachgelassen. Das gilt für die Anzahl unbegleiteter minderjähriger Ausländer.
Aktuell sind zwei unbegleitete minderjährige Ausländer (UmA) in der kommunalen Unterkunft im Birkenweg untergebracht. Dieser Wert liegt unter dem früherer Jahre. Überhaupt habe der Zuzug Geflüchteter nach Speyer nachgelassen, so Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU). Sie scheidet im Februar aus ihrem Amt und war letztmals als Sozialdezernentin im Beirat für Migration und Integration zu Gast.
Nach Angaben der Bürgermeisterin sind die meisten der Speyer zugewiesenen Geflüchteten Ukrainer, gefolgt von Pakistanern, Türken, Sudanesen und Afghanen. Aus dem Kriegsland Ukraine haben demnach im vergangenen Jahr 111 Menschen Zuflucht in Speyer gesucht. Die größten kommunalen Unterkünfte sind im Birkenweg, Stiftungskrankenhaus und in der Engelsgasse.
Schicksale im Blick behalten
Falls die Bundeswehr das Kasernengelände in Speyer-Nord, zu dem die beiden Blöcke im Birkenweg gehören, eines Tages selbst nutzen wollen sollte, könnten Speyerer Flüchtlinge mit genügend Vorlauf ohne Probleme in der Stadt untergebracht werden, betonte Kabs. In diesem Fall wäre es möglich, Wohnraum zu bauen oder zu kaufen, sagte sie.
Arbeits- und Wohnraumsuche für betroffene Speyerer, Hilfe bei der Bürokratie, Integration und aktuelle Abschiebeverfahren sind nach Angaben der Beiratsvorsitzenden Nadja Hattab Hauptaufgaben des Gremiums. Aus Speyer würden auch Geflüchtete abgeschoben, die sich hier eine Existenz aufgebaut und sich und ihre Familien integriert hätten, sagte Beiratsmitglied Daoud Hattab Kabs. Diese Schicksale müssten im Blick behalten werden.
Der Stadtverwaltung ist aus den vergangenen mindestens fünf Jahren aus Speyer „kein Fall bekannt, in dem Familien oder Einzelpersonen abgeschoben wurden, die sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich integriert waren“. Ohne konkrete Benennung entsprechender Einzelfälle sei die Aussage Hattabs nicht haltbar, so die Stadt. Aus dem Beirat war zudem berichtet worden, dass der Zuzug Asylbegehrender nach Speyer nachgelassen habe.