Handball
Gedrückte Stimmung bei Dudenhofen/Schifferstadt
„Natürlich war die Stimmung gedrückt. Aber es war toll, wie geschlossen wir als Mannschaft aufgetreten sind“, stellte Trainer Julian Großstück das Positive heraus. Denn der Aufsteiger in die Regionalliga der Damen heißt nicht HSG Dudenhofen/Schifferstadt, unterlag dem favorisierten HSV Bad Sobernheim vor 250 Zuschauern im entscheidenden Match der Relegation 32:37 (12:18).
In Schifferstadt war es laut. Beide Lager unterstützten ihre Spielerinnen mit Vorteilen auf der HSG-Seite. Der Aufstiegstraum lebte fast eine Halbzeit. Die Großstück-Schützlinge formierten wie gewohnt eine solide Abwehr und bauten auf die sensationell haltende Keeperin Carolin Albrecht. Die beste HSG-Werferin Leah Ziegler (9) versilberte die prima Auftaktphase der Gastgeberinnen mit dem 6:2 (15.).
Comeback Sobernheim
Aber das Offensivspiel wirkte jetzt verkrampft. Sobernheim, viel erfahrener, kam besser ins Spiel. Alina Schaerlaeken, die ihre sechs Tore vor der Pausen markierte, verkürzte auf 9:8 (22.). Die Gäste nutzten die Fehler und drehten den Spieß mit ihrem Tempospiel beim 11:14 um. Nach Jennifer Fohs’ 12:14 und einer Zeitstrafe für die Gäste ließ sich die HSG zum 12:18 düpieren.
Die Verunsicherung wuchs. „Wir waren nicht zufrieden. Wir haben uns in der Pause viel vorgenommen und wollten unser wahres Gesicht zeigen“, berichtete Großstück. Anna-Lena Etzel und Fohs trafen rasch danach zum 14:18. Kurz darauf lautete der Zwischenstand 16:23. Aus dem 21:32 (47.) machte Melissa Hoffmann das 26:32.
Lob Großstück
„Es war stark von den Mädels, wie sie sich wieder herangekämpft haben“, so Großstück. Aus seiner Sicht war die Beurteilung durch die Referees nicht gerecht, monierte er die häufige 4-6-Unterzahl. Krispenz/Schwarz (Mainz/Dahn) verhängten 9/2 Hinausstellungen und 0/8 Siebenmeter, von denen jedoch nur zwei den Weg ins Tornetz der HSG fanden.
Albrecht wehrte vier ab, Nadine Lehr (ab 45.) einen. Einer flog am Tor vorbei. „Das meiste gegen uns war berechtigt. Aber Sobernheim hat uns keineswegs geschont, wurde aber nicht gleichwertig bestraft“, ärgerte sich Großstück. „Aus meiner subjektiven Sicht war das nicht in Ordnung.“