Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Gaudi auf dem Wasser: So lief die Kirchboot-Regatta

Kopf-an-Kopf-Rennen: Kirchbootregatta.
Kopf-an-Kopf-Rennen: Kirchbootregatta.

29 Teams bei der Kirchboot-Regatta im alten Hafenbecken am Samstag übertrumpfen die Teilnehmerzahl des Vorjahres. Sie alle müssen lernen, den Takt zu wahren.

Der Uferbereich des Hafenbeckens am Bootshaus der RGS ist knackevoll. Die gemeldeten Teams umfassen fast 300 Personen. Hinzu kommen die Fans, die ihre Favoriten anfeuern. Die Kirchboot-Regatta ist zum gesellschaftlichen Event geworden, bei dem es um die Gaudi geht.

Motiviert und tiefenentspannt gleichzeitig sind die Teilnehmer. „Das ist ein wunderschöner Tag, eine super Veranstaltung und wir freuen uns, dabei zu sein“, fasst Alexander Dietrich vom Round Table 63 zusammen. Im ersten Lauf muss der Serviceclub gegen die BASF Trainees ran. Die „sehr professionelle Vorbereitung“, von der RT-Präsident Jonas Sewing berichtet, bestärkt. „Ich hatte noch nie einen solchen Muskelkater“, gibt er zu.

Koordination und Bewegung

Koordination und Bewegungsablauf nennt Dietrich als größte Herausforderung. Das bestätigt Samuel Bleicher aus dem Kirchenkahn der Evangelischen Landeskirche. Rhythmus ist alles, weiß er. „Bei mir ging’s, aber mein Hintermann ist nicht im Takt geblieben“, berichtet er vom Probetraining, das jeder Mannschaft zusteht.

Manuel Meyer, wie Bleicher ITler bei der Landeskirche, hat die Top Drei zum Ziel erklärt. „Wir sind ambitioniert“, betont er. Beflügelt wird das Team auch optisch: Engelsflügel auf dem Rücken und Heiligenschein auf dem Kopf – so steigen alle ins Boot und bekommen dafür einen Preis.

Mehr Kostüme erwünscht

„Es wird Zeit, dass sich wieder mehr Mannschaften kostümieren“, betont Tim Lauer. Der Organisator hat seinen Platz im Wettkampfbüro hoch über dem Hafenbecken eingenommen. Abgesehen von der Landeskirche hat sich die Firma Memetis aus Karlsruhe in ein auffallendes Outfit geworfen. Fred Feuerstein in Mehrfachausführung wird zum Besten gegeben.

Geschäftsführer Christof Megnin ist Speyerer – daher die Verbindung zur RGS. Der alte Freundeskreis, inzwischen weit über die Region hinaus verstreut, trifft sich zu dem Anlass seit Jahren. „Wir sind zusammen, genießen die Gemeinschaft“, hebt Megnin hervor und fügt an: „Ziele haben wir nicht. Wir sind echt nur zum Spaß hier und schauen, was wir hinkriegen.“ Am Ende bekommen sie den Titel „bester Newcomer“.

Anders hört sich das beim Serviceclub Kiwanis an. Kapitän Simon Lang sagt: „Wir wollen bestes Mixed Team werden.“ Nicht so optimal war der Vorlauf gegen die Speyerer Handwerker. „Ein Ruder ist abgerissen“, verrät Lang. Die Ansage fürs zweite Rennen: „Wir müssen synchron bleiben.“

Lauer lobt die Leistung der Teams: „Die Zeiten sind sehr schnell, alle rudern sehr gut.“ Und das bei Niedrigwasser, das die Nutzfläche im Hafenbecken enger macht. Besonders gut drauf sind die Vorjahressieger: das St. Marienkrankenhaus aus Ludwigshafen. Trotzdem reicht’s nur bis ins Viertelfinale – und für den Titel „bestes Mixed Team“.

Reine Männerteams machen die Regatta unter sich aus. Round Table wird Dritter. Das Finale gewinnen die „Harr-nemänner“ vor den „Glashoch Rangers“ in 35,2 Sekunden über knapp 200 Meter. Als bestes Frauenteam freut sich „InSpeyered“ über einen Preis.

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