Speyer Gasgeruch: Einsatz bei Güterzug am Hauptbahnhof
Ein Feuerwehreinsatz am vielbesuchten Bahnhof Speyer hat am Freitagnachmittag für Aufsehen und für einen Stopp im Bahnverkehr gesorgt.
Anlass war eine Alarmierung wegen starken Gasgeruchs, wie der städtische Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann berichtet. Diese sei von in der Nähe der Bahngleise abgestellten Tankwaggons ausgegangen. Es habe aber keine Gefahr bestanden, so Eymann im Anschluss an Messungen. Die Konzentration der Dämpfe sei sehr gering gewesen.
Die Waggons waren dem Feuerwehrchef zufolge mit einer brennbaren Flüssigkeit beladen, die durch die Sonneneinwirkung vermehrt Dämpfe gebildet habe. „Dadurch stieg der Druck in den Waggons an, der dann durch Sicherheitsventile entweichen konnte. Je nachdem, wie gerade der Wind stand, war dies deutlich zu riechen“, so Eymann. Die mit 13 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen ausgerückte Wehr habe den Bahnverkehr auf drei Gleisen stoppen lassen müssen, um sicher die Schienen betreten zu können. Im halbstündigen Einsatz seien alle Waggons erkundet worden. Auch die Polizei und ein Notfallmanager der Bahn waren dafür vor Ort.
Es war nicht der erste Einsatz dieser Art für die Feuerwehr am Bahnhof: Im Juni 2022 hatte es wegen eines ähnlichen Problems einen Großeinsatz gegeben, der ebenfalls mit einer Entwarnung endete. Danach war gefordert worden, beladene Güterzüge nicht direkt am Bahnhof abzustellen, was aber zu keiner Änderung der Praxis bei der Bahn geführt hatte.