Speyer Gas: Werke mit neuem Betriebszweig

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DUDENHOFEN. Die Ortsgemeinde Dudenhofen erweitert ihre Werke Strom und Wasser um den Betriebszweig „Gas-Vertrieb“. Anbieten will die Kommune den Energiebezug für 5,7 Cent pro Kilowattstunde zuzüglich eines jährlich zu zahlenden Grundpreises von 100 Euro. Das Stammkapital für den Betriebszweig von 100.000 Euro wird aus der Rücklage des Elektrizitäts-Werks entnommen.

„Dem Versuch“ mochte das Ratsmitglied Jürgen Creutzmann (FDP) nur unter zwei Bedingungen zustimmen: Kein Risiko, bei einem Wechsel müssen die Kunden nicht draufzahlen. Punkt eins sah er mit dem Versprechen „keine Differenz zwischen Gas-Einkauf und Gas-Verkauf“ erfüllt, Punkt zwei durch den vom Rat abgesegneten Preis. Den hielt Werner Löffler (SPD) für derart niedrig, dass er für das Modell „nur werben kann“: „5,7 Cent liegt im Vergleich zu anderen Anbietern am unteren Ende.“ Manfred Hook (FWG) „braucht keinen neuen Betriebszweig“. Wer wechseln wolle, könne sich bei anderen Lieferanten umsehen. Zudem gebe es im Internet noch preiswertere Anbieter. Am Ende sagte Hook weder „ja“ noch „nein“. Trotz der eindringlichen „Bitte“ von Reinhard Oelbermann (CDU) an die Runde: „Reden Sie eine gute Idee nicht klein.“ Ohne Versuch kein Ergebnis, so Oelbermann. Beim Jahresergebnis 2013 des Elektrizitätswerks errechnete Creutzmann gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 15 Prozent. Dadurch sei auch die EEG-Umlage um 200.000 Euro auf über 600.000 Euro gestiegen. Schon allein deshalb sei es richtig gewesen seitens der Gemeinde auf weitere Windkraftanlagen zu verzichten. Den Jahresgewinn von 147.500 Euro – 80.000 Euro werden zur Finanzierung der Straßenbeleuchtung entnommen, der Rest geht in die Rücklage – relativierte Oelbermann: „Weil wir die EEG-Umlage nicht auf den letzten Cent an die Kunden weitergegeben haben.“ Das Wasserwerk bilanzierte einen Überschuss von 40.500 Euro, die Wärmeversorgung (Holzhackschnitzel für die Heizung der Schule) erwirtschaftete den Mindestgewinn von 6650 Euro. (län)

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