Speyer / Mannheim RHEINPFALZ Plus Artikel Günter D. mit großen Hoffnungen in der Quadratestadt

Honey Camp: So sehen die Räume von Günter D. dort aus.
Honey Camp: So sehen die Räume von Günter D. dort aus.

Seit Sommer ist der Speyerer Einrichtungsgestalter Günter D. als Teil des „HoneyCamps“ mit einem zweiten Standort in Mannheim vertreten. Die ersten Erfahrungen sind positiv, sagt Inhaber Günter Derwaritsch. Der Grund dafür: Er bediene gleich mehrere aktuelle Trends im Einrichtungsbereich.

1. Ökologie und Nachhaltigkeit

Schon die Holzbauweise des neuen Standorts auf der Fläche der Taylor-Baracks in Mannheim, auf der sich Günter D. mit 240 Quadratmetern auf zwei Etagen eingemietet hat, passe dazu, sagt der Inhaber. Er setze seit mehr als zehn Jahren auf von den vier eigenen Tischlern in Römerberg hergestellte Manufakturmöbel in Fachwerktechnik. Die werde immer stärker nachgefragt. „Früher führte sie ein Nischendasein, jetzt stürzen sich auch die Großen darauf“, so Derwaritsch. Bei ihm handle es sich aber um Holz aus der Region und „nichts Billiges aus Fernost“.

2. Sitzen und Liegen

Mannheim biete Platz für Ausstellungsstücke, der im Speyerer Sitz in der Gilgenstraße fehle. Ein Schwerpunkt dabei sei der Betten-Bereich. Im neuen Studio gebe es keine Laufkundschaft, sondern es werde derzeit mit Terminvereinbarungen gearbeitet, sodass auch mal zwei bis drei Stunden Probeliegen vereinbart werden könnten. Vier Schlafsysteme seien in den ersten Wochen verkauft worden. Auch beim Sitzen werde die Ergonomie immer wichtiger. Dafür stehe die Zusammenarbeit mit dem Polstermöbelhersteller Wolkenweich, der Maßanfertigungen für körpergerechtes Sitzen ermögliche.

3. Ausprobieren

Wer für seine Wohnträume richtig investiere, der wolle wissen, was er für sein Geld erhält, sagt Derwaritsch. Dazu passe auch die voll funktionsfähige Küche, die er in Mannheim anbieten und vermieten könne. Bei den Terminen könne der auch der veränderte Umgang mit Materialien demonstriert werden, der immer wichtiger werde: „Biologisches Schlafen“ könne ganz ohne Metall auskommen. Dabei werde auf Holzverbindungen statt Verschraubungen gesetzt, beim Sitzen auf Latex und Naturkautschuk statt chemisch behandelten Kaltschaum, der ausgasen könne.

4. Ganzheitlichkeit

Viele, die früher nacheinander Möbelhaus, Lampenstudio und Bodenbelag-Anbieter besucht hätten, wollten heute alles aus einer Hand. „Das ganzheitliche Einrichten wird ein immer größeres Thema“, sagt Derwaritsch. Er biete also etwa auch Beleuchtungssysteme an, habe Sanierer im Netzwerk und koordiniere die Einsätze. Neben dem engeren Wohnbereich umfassten diese immer öfter Schlafzimmer und Küche. Mit der Ausweitung des Spektrums will das Unternehmen beim Jahresumsatz die Millionengrenze knacken. Mannheim könnte dann zu einem Stützpunkt mit eigener Belegschaft werden.

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