Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FV Dudenhofen und TuS Mechtersheim im Abstiegskampf

Wo geht’s hin?: TuS Mechtersheim (blau) und FV Dudenhofen spielen gegeneinander zweimal 2:2, haben die gleiche Punktzahl.
Wo geht’s hin?: TuS Mechtersheim (blau) und FV Dudenhofen spielen gegeneinander zweimal 2:2, haben die gleiche Punktzahl.

Der Abstiegskampf der Oberliga geht in die entscheidende Phase. So steht es um die Chancen von Dudenhofen und Mechtersheim. Die Protagonisten verraten, warum sie vom Klassenverbleib überzeugt sind.

Der Oberliga-Abstiegskampf spitzt sich zu, und zwei Vereine aus der Region sind mit gleicher Punktzahl mittendrin: Während der FV Dudenhofen das schwerste Restprogramm der Liga hat, vertraut TuS Mechtersheim vor allem auf seinen Trainer Muhammet Akagündüz.

Das kommende Spiel

Mechtersheim reist am Freitag zur TSG Pfeddersheim. Der Ball rollt ab 19.30 Uhr. Dudenhofen spielt einen Tag später zuhause gegen die Unter-21-Jährigen des 1. FC Kaiserslautern (15.30).

Anzahl der Absteiger

Aus der Regionalliga kommen TSV Schott Mainz und TuS Koblenz runter. Die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 weist aktuell vier Punkte Vorsprung auf den ersten potenziellen Abstiegsplatz auf, der relevant wird, wenn Waldhof Mannheim aus der 3. Liga absteigt. Kommen die Mainzer runter, steigt eine Mannschaft mehr ab. Verliert der Tabellenzweite der Oberliga gleichzeitig die Aufstiegsspiele gegen die hessische und baden-württembergische Konkurrenz, so treten acht Teams den Weg in die Verbandsligen an. Bleibt Mainz drin, gibt es sieben. Schafft der Südwest-Vertreter aus der Oberliga den Aufstieg über die Relegation, so trifft es sechs Vereine.

Die Ausgangsposition

FV Dudenhofen, Platz 14 (Siebtletzter), 39 Punkte.

Restprogramm: 1. FC Kaiserslautern U21 (Heimspiel/H), Wormatia Worms (auswärts/A), Eintracht Trier (H), FC Karbach (A), SV Gonsenheim (H), FK Pirmasens (H). Die drei größten Namen der Liga kommen jetzt der Reihe nach. Es folgt ein schweres Gastspiel in Karbach, und anschließend hofft der FVD, dass Gonsenheim und der FKP den Kampf um den Relegationsplatz, der zu den Aufstiegsspielen berechtigt, bis zum vorletzten Spieltag bereits ausgefochten haben und die aktuell auf Rang zwei sowie drei stehenden Teams nicht noch um wichtige Punkte spielen, wenn es für sie nacheinander ins Spargeldorf geht. „Wissen wir, können wir nicht ändern“, so der Sportliche Leiter Florian Kober. Der Sieg bei der SpVgg Quierschied war „wichtig, um endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu haben“, so Kober. In den Köpfen sei nun wieder mehr Selbstvertrauen. Dennoch müsse sich die Elf im Hinblick auf das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern steigern. „Wir haben gegen den FCK gefühlt noch nie etwas geholt, wissen aber, wie wir sie schlagen können.“

TuS Mechtersheim, Platz 13 (Achtletzter), 39 Punkte.

Restprogramm: TSG Pfeddersheim (A), VfR Baumholder (H), SV Morlautern (A), SV Gonsenheim (H), FV Engers (H), Alemannia Waldalgesheim (A). „Jeder Sieg tut gut und gibt uns Sicherheit. Dadurch entsteht Aufwind, und der Knoten ist jetzt hoffentlich noch mal geplatzt“, so TuS-Sportdirektor David Demmerle. Auch er sieht im Restprogramm des FVD einen Nachteil und spricht von der schlechteren Ausgangsposition für Dudenhofen, sagt aber: „Auch große Teams lassen Punkte liegen. Gegen die Mannschaften aus dem Keller ist es genauso schwer. Keine wird irgendjemandem in der Liga Punkte schenken.“ Als größtes Faustpfand nennt Demmerle das Vertrauen in die handelnden Personen: Trainer und Mannschaft. „Sie stellen die Spieler perfekt auf jedes Spiel ein, trainieren hart und intensiv mit den Jungs“, so Demmerle über seinen Coach Akagündüz. Der Tatsache, dass ausgerechnet Cosmos Koblenz mit Ex-TuS-Trainer Yusuf Emre Kasal die Mechtersheimer bei drei Punkten Rückstand in die Verbandsliga drücken könnte, spielt keine große Rolle: „Dass er ein Top-Trainer ist, wissen wir ja. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, lassen wir aber keinen mehr vorbei“, so der Sportdirektor.

Abschlusszitate

Florian Kober: Der FV Dudenhofen bleibt in der Oberliga, weil „… wir genügend Punkte holen.“

David Demmerle: Der TuS Mechtersheim bleibt in der Oberliga, weil „… wir als Verein davon überzeugt sind.“

RHEINPFALZ-Kommentar

Klein gegen Groß: So standen die Zeichen eigentlich seit dem ersten Oberliga-Aufstieg des FVD in den meisten Spielen. Oftmals hielt die Mannschaft in der Vergangenheit in diesen Partien gut mit, schaffte immer mal wieder eine Sensation. Letztere muss nun mehrfach gelingen, um die Klasse zu halten. Es wird bis zum letzten Spieltag spannend. Die beiden Heimspiele zum Ende sind trotz der Top-Gegner ein Vorteil. Bringt der FVD seine Tugenden auf den Platz und setzt Stürmer Julian Scharfenberger gewinnbringend ein, hält der Top-Torjäger den FVD in der Oberliga und entscheidet den Abstiegskampf für Dudenhofen. Mechtersheim könnte nach anfänglichen Schwierigkeiten nach dem Trainerwechsel nun in die Spur gefunden haben. Von einem leichten Restprogramm zu sprechen, weil es gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller geht, wäre naiv und nicht richtig. Denn gerade die Teams, die ums Überleben kämpfen, hauen möglicherweise noch mal die entscheidenden Prozente raus. Bringt Mechtersheim seine fußballerische Qualität, gepaart mit der richtigen Mentalität im Abstiegskampf, auf den Platz und entscheidet die direkten Duelle für sich, entgehen es dem Abstieg. Ein frühes Punktepolster wäre wichtig, um nicht am letzten Spieltag bei der starken Rückrundenmannschaft in Waldalgesheim ein Endspiel zu bestreiten.

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