Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FV Dudenhofen quittiert in Nachspielzeit den Ausgleich

Marvin Sprengling schoss das erste Tor.
Marvin Sprengling schoss das erste Tor.

Das Topspiel der Fußball-Verbandsliga Südwest hatte am Feiertag keinen Sieger. 3:3 (1:1) trennten sich Tabellenführer FV Dudenhofen und die SG Eintracht Bad Kreuznach. In der Nachspielzeit fiel der Ausgleich für die Gäste.

Dudenhofens Trainer Kevin Hoffmann ist von Haus aus kein Pessimist, hat meist gute Laune. Fröhlich zu sein, fiel ihm nach dem Spiel etwas schwerer als sonst: „Maximal bitter, wenn so spät der Ausgleich kommt“, sagte er. „Aber auf Grund der 90 Minuten verdient.“

Der Gegner lässt sich Zeit

Die Spitzenbegegnung begann ein paar Minuten verspätet. Die Gastgeber standen schon auf dem Spielfeld parat, doch die Gäste kamen leicht verzögert aus der Kabine. Sie ließen sich Zeit. Erst um 15.08 Uhr konnte der Schiedsrichter seine Pfeife zum ersten Mal betätigen. Dann dauerte es aber nur drei Minuten, bis die Gäste ein Feiertagszeichen setzten. Maik Strunk zog aus 20 Metern ab und zwang FVD-Schlussmann Philipp Schilling zur ersten Glanzparade.

Schlechte Sicht

Dudenhofen brauchte ein wenig, um sich zurechtzufinden, nahm dann aber das Heft in die Hand. Nach einer knappen halben Stunde erzielte Marvin Sprengling das 1:0. Der Kapitän eroberte im Mittelfeld den Ball, zog durch die Mitte, hatte Platz und schoss an der 16-Meter-Linie mittig und unhaltbar ein. Die meisten der 200 Zuschauer fanden es gut.

Dann aber Gegenwind, die Gäste wehrten sich. Gianni Auletta zog unerwartet aus 25 Meter ab, das Ding wäre wohl haltbar gewesen, aber Torhüter Schilling hatte schlechte Sicht auf den Ball, der in der 36. Minute hinter ihm einschlug.

Nach der Pause legte Kreuznach nach: 1:2 in der 54. Minute. Nach einem schnellen Angriff über rechts landete der Ball vorm Tor, Auletta staubte ab. Nach dem Rückstand nahm Dudenhofen wieder Fahrt auf. Viele tolle Aktionen von Sprengling und Kollegen. Sie blieben aber bis zur 75. Minute unbelohnt. Dann war es erneut der Zehner, der einnetzte. Volley und sehenswert nahm Sprengling die Kugel aus gut 15 Metern und zimmerte sie zum Ausgleich rein.

Das 3:2 in der 88. Minute

Alsbald großer Jubel auf der Dudenhofener Bank: Der eingewechselte Felix Heimgärtner köpfte in der 88. zum 3:2 ein. Der erneute Dreier schien zum Greifen nah. In der fünften Minute der Nachspielzeit war es der beste Mann im blauen Trikot, Levi-Kabenda Muamba, der aus halb linker Position einfach draufhielt und die Kugel zum 3:3-Endstand ins linke untere Eck setzte. Schilling war wieder geschlagen, die FVD-Fans verstummten.

„Wir waren zu ungenau im Passspiel, sind aber als Mannschaft nach dem Rückstand kompakt zurückgekommen und können mit dem Punkt leben“, sagte Coach Hoffmann. „Und am Montag gegen Pfeddersheim holen wir drei Punkte“, fügte er an. „Dudenhofen hat durchaus hohe Qualität die sie auf den Platz bringen, daher können wir mit dem 3:3 vielleicht etwas besser leben“, sagte Gästetrainer Thorsten Effgen.

Weiter geht es für den FVD am kommenden Montag, 19.30 Uhr, bei der TSG Pfeddersheim. Informationen zum Kader gab es auch: Innenverteidiger Yannis Albecht hat bei den Gelb-Schwarzen bis 2027 verlängert.

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