Dudenhofen
Fußball: Stocks Abschied beim FV
„Wir haben alle mit einer Saisonunterbrechung gerechnet und wussten, dass es das letzte Spiel sein kann. Das war dann doppelt geil, ein Spitzenspiel vor Fans“, so Stock. Auf was er anspielt: Der FVD hätte mit einem Sieg die Tabellenspitze der Oberliga erklommen und wäre mit drei Punkten noch heute Tabellenführer.
Danach kam es nämlich zur Saison-Unterbrechung und schließlich zum endgültigen Aus. Dass sich Stock aber sogar letztmals überhaupt das Dudenhöfer Trikot überstreifte, wusste er damals noch nicht. „Klar gab es da den Hintergedanken. Aber ich habe mir nicht wirklich darüber Gedanken gemacht“, erklärt er.
Klar besser
An was er sich definitiv erinnert: „Wir waren klar die bessere Mannschaft. Der Wormser Sieg war unverdient.“ Zunächst ging Dudenhofen durch Julian Scharfenberger in der 2. Minute in Führung. Kurz vor der Pause glich die Wormatia aus. Stock verwandelte in Minute 70 einen Foul-Elfmeter, ehe ein Doppelschlag in der Schlussphase dem FVD Platz eins entriss.
„Ein bitteres Spiel“, resümiert Stock. Er ist sich sicher: „Wäre es weiter gegangen, würden wir in den Top Drei, mindestens in den Top Fünf landen.“ Dass er im Vergleich zu seinen ehemaligen Kollegen nun nicht auf das Ende des Lockdowns warten muss und wie gewohnt kicken darf, macht ihn „so froh“.
Er könne gar nicht in Worte fassen, wie glücklich er sei, sagt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Dass geht jetzt schon über ein Jahr so. Einige haben ewig nicht gekickt, wenn es wieder losgeht.“ Zu seinem alten Verein hat er mit vereinzelten Spielern noch Kontakt. Sogar zum Saisonabschluss über Zoom erhielt er eine Einladung.
Neue Position
Auch die Vereinswechsel in der Region verfolgt er, vor allem wenn seine Ex-Vereine Spieler verpflichten oder Freunde von ihm den Klub wechseln. Mit seiner Saison beim TSV ist er „persönlich nicht ganz so zufrieden“. Der angepeilte Aufstieg wird wohl nichts mehr.
Dennoch ist er glücklich, dass er überhaupt spielen darf, stand nach einer längeren Nicht-Berücksichtigung zuletzt wieder regelmäßig auf dem Platz und hilft dem Team auf der für ihn ungewohnten Sechser-Position.