Speyer Fußball-Spitzenmannschaften verschiedener Ligen

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SPEYER. Landesliga-Tabellenführer gegen Bezirksliga-Spitzenmannschaft heißt es am Ostermontag, wenn der FV Berghausen im Kreispokal-Finale der Frauen auf den eine Klasse tiefer kickenden ASV Waldsee trifft.

Berghausens

Trainer Branko Ivanovic will so gar nichts von der Favoritenrolle wissen, die ihm Waldsees Coach Markus Meinen gerne zuschieben würde. „Das wird keine klare Sache“, sagte FV-Übungsleiter Ivanovic: „Als Trainer sieht man das anders. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Das ist wie bei den Profis.“ Und Ivanovic führt ein Beispiel an: „Gegen Diedesfeld haben wir uns beim 2:1 nach Verlängerung schwer getan, obwohl wir das Punktspiel 4:0 gewonnen haben.“ Waldsee habe dagegen im Verbandspokal gegen den zwei Ligen höher antretenden Verbandsligisten SV Obersülzen nur knapp den Kürzeren gezogen. Ivanovic: „Ich bin skeptisch. Wir sind kein Favorit, wollen unser Spiel spielen und gewinnen.“ ASV-Betreuer Meinen: „Wir sind krasser Außenseiter. Berghausen schätzt uns aber hoch ein.“ Er pocht auf die gute Kondition seiner Schützlinge: „Technisch sind wir auch nicht schlecht.“ Die Verantwortlichen blicken auf gewisse Vergangenheit in ihren Vereinen zurück. Ivanovic holte 1999 mit den Römerbergerinnen die Bezirksliga-Meisterschaft. Damals in der Mannschaft: Anja Mappus. Heute heißt sie nach ihrer Heirat Fischer und kickt – für Waldsee. Meinen agierte bereits als Assistenz-Trainer von Tom Modolo bei den ASV-Männern und vor wenigen Jahren für ein paar Monate als Co bei den Damen. Fischer, Isolde Albert, Silke Maaß, Sonja Hähnel und Selina Eckrich kannte er bereits, als er in der Winterpause die Nachfolge von Andreas Stemski antrat. „Spielleiterin Mareike Koch hat mich gefragt, ob ich die Mannschaft trainieren will“, berichtet Meinen: „Ich habe nicht lange überlegt. Mittlerweile habe ich auch in Karlsruhe die C-Lizenz gemacht.“ Beide treten nicht in Bestbesetzung an. Den Grünen aus Waldsee stehen seit Monaten zwei gute Kickerinnen wegen Aufenthalten in Portugal und China nicht zur Verfügung, während den Rot-Schwarzen Verteidigerin Ann-Kathrin Schneck fehlt und hinter Torhüterin Laura Kerstan aus beruflichen Gründen ein Fragezeichen steht. Bei beiden gilt das Hauptaugenmerk dem Aufstieg. Seit Donnerstag gehörte in Berghausen die Konzentration im Training der Einstellung auf das Endspiel. Die Elf wolle gerne in der Verbandsliga auflaufen. „Die Mädels haben das Niveau, und wir haben in Freundschaftsspielen immer gut gegen Verbandsligisten ausgesehen.“ Der Vorstand stehe dahinter. Nun komme es auf das Finanzielle an. Schließlich warten Fahrten nach Kirn oder Idar-Oberstein. „Wir würden zu 99 Prozent in die Landesliga gegen“, kündigte der in Neustadt wohnende Meinen an. Die jeweiligen Gegner sind die großen Unbekannten. Ivanovic: „Als Trainer in Herxheim habe ich gegen Waldsee einmal gewonnen und einmal unentschieden gespielt.“ Meinen weiß, dass es bei den Narrenbergerinnen Nina Herrle, Anna Haensel sowie Birthe Roth auszuschalten gilt: „Im Frauenfußball ist es oft so, dass das Spiel über drei, vier Spielerinnen läuft.“

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