Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Mechtersheim in Auersmacher

Zum starken Aufsteiger: Valentino Zuch (blau) und TuS Mechtersheim.
Zum starken Aufsteiger: Valentino Zuch (blau) und TuS Mechtersheim.

Ein ganz klein bisschen Ernüchterung klingt da schon durch, sportlich und organisatorisch, wenn Heiko Magin, Teammanager des Oberligisten TuS Mechtersheim, über seine Doppelbelastung als Trainer des SV Erlenbach (A-Klasse) redet. Am Samstag treten die Römerberger bei Aufsteiger SV Auersmacher an.

Dann ist für Magin wieder Mechtersheim-Tag. Auch montags weilt er im Normal fall an der Kirschenallee. Dienstags und donnerstags leitet er Erlenbach an, das sonntags spielt. Mittwoch und Freitag sind privat: „Erlenbach ist ein Freundschaftsdienst“, stellt Magin klar: „Mechtersheim ist die erste Priorität.“

Zumal beim TuS demnächst Neuwahlen anstehen und Magins Aufstieg als Sportdirektor in den Vorstand bevorsteht: „Es ist anstrengender, als ich gedacht habe“, sagt Magin im Gespräch mit unserer Zeitung über seine zwei Jobs, „zeitintensiver, langfristig werde ich es nicht machen können. Es ist doch ein bisschen viel“. In Mechtersheim genieße er die Hilfe von stellvertretendem Vorsitzenden Dieter Demmerle und Berater Orhan Lokurlu.

Wertvolle Unterstützung

Da ist ihm Philipp da Silva eine riesige Unterstützung, den er aus Römerberg als Coach mitbrachte: „Er ist für die meisten Trainingsinhalte zuständig. Ohne ihn wäre das nicht möglich.“ Magin weiß nicht, ob er die Saison bei den Südpfälzern zu Ende bringt: „Vielleicht kann man es mal in die Hände von da Silva legen.“

Ohnehin sei Erlenbach im Vergleich zu seinen früheren Stationen à la FV Dudenhofen, SC Hauenstein oder Arminia Ludwigshafen eine Welt, die er so nicht gewohnt sei: „Da sind Spieler, die im Urlaub sind oder nicht trainieren, sich nicht abmelden, dann hat die Freundin Geburtstag. Die Jungs sind in Ordnung. Aber Fußball hat so die Priorität drei oder vier.“

Schwere Aufgabe

So begründet er die beiden Auftaktniederlagen: „Es sind gute Fußballer. Aber sie sind nicht fit, und das Spielglück fehlt.“ Traditionsklub Phönix Bellheim mit Dudenhofens Ex-Torjäger Julian Scharfenberger und SV Klingenmünster nennt er als Favoriten.

Ebenso wenig einfach wird’s mit Priorität eins in Auersmacher (15.30), der Teammanager: „Sie sind eingespielt und souverän Meister geworden.“ Beim 0:3 in Dudenhofen seien die Saarländer unter Wert geschlagen worden: „Sie waren ebenbürtig, hätten einen Elfmeter bekommen müssen, wie ich gehört habe. Sie hätten nicht verlieren müssen.“

Länger durchhalten

Der SV sei kein Abstiegskandidat. Aber Mechtersheim habe sich weiterentwickelt, müsse die starken 20 Anfangsminuten gegen Diefflen auf 60, 70 ausbauen: „Fußballerisch gehören wir zu den Besseren der Liga. Wir sind bei 70, 75 Prozent.“ In Auersmacher trifft der TuS auf seinen ehemaligen Akteur Florian Simon.

„Er ist ein absoluter Stamm- und Führungsspieler, wenn er sich wohlfühlt.“ Magin: „Und er ist ein Mentalitätsspieler. Wir hätten ihn gerne behalten. Er tut jeder Mannschaft gut und setzt auch mal ein Zeichen.“ Dem TuS fehlen Nik Bauer, Kevin Da Silva Arnold und neu der angeschlagene Dejan Tomic. Niklas Helfenstein, zuletzt Doppelpacker in der Zweiten, rückt auf. „Er ist ein guter Typ, ein klorer Kerl“, berichtet der Funktionär.

Shootingstar Mert Özkaya bescheinigt er einen Riesenschritt nach vorne. Eine weitere Runde an der Kirschenallee tue im gut: „Für ihn sind Tür und Tor geöffnet. Er macht seinen Weg.“ Das Zusatztraining bei seinem Berater unter Leitung von Yusuf Kasal in Sinsheim zahle sich in puncto Fitness aus.

x