DUDENHOFEN
Fußball: Erst entlassen, dann gezockt und vier Klassen höher eingestiegen
Andreas Hack tritt nach seiner Demission im Januar bei A-Klassist FV Berghausen beim FV Dudenhofen die Nachfolge von Trainerassistent Steffen Litzel an. Litzel seinerseits ist zum Chefcoach aufgerückt, nachdem Christian Schultz nach 17 Jahren aufhören wollte und fortan noch als „ehrenamtlicher Sportdirektor“ fungieren wird.
Hack blickt zunächst noch einmal zurück: „Die Trennung war extrem enttäuschend. Gerade, weil mein Abgang aus der Mannschaft forciert wurde. Das ist sehr überraschend für alle gewesen“, erklärt er. Die Saison zuvor beendete der FV Berghausen auf Rang vier. „Das war mehr als überragend. Junge Spieler wie Tim Fischer oder Nico Schnell, die aus der Kreisliga-A-Jugend kamen, haben sich zu A-Klasse-Spielern entwickelt. Dass Spieler wie Nils Jäger und Fabian Bähr so viele Tore schießen, hätte auch keiner gedacht. Darauf wurde sich dann aber ausgeruht und es wurden Gründe gesucht, wieso es nicht mehr so läuft“, sagt Hack und resümiert: „Es waren trotzdem anderthalb sehr tolle Jahre, in denen mir der Verein ans Herz gewachsen ist. Die Mannschaft ist das höchste Gut im Verein. Wenn die Spieler nicht zufrieden sind, muss der Verein handeln. Wir haben uns im Guten getrennt.“
Hack: Ein ehrlich geführter Verein
In Zukunft will der Inhaber der Trainer-A-Lizenz dann bei seinem neuen Verein, für den er zuletzt in der E-Soccer-Liga des Südwestdeutschen Fußball-Verbandes (SWFV) schon mit mäßigem Erfolg angetreten war, als Co-Trainer wieder am grünen Rasen helfen. „Ich habe schon immer einen guten Draht zu den Verantwortlichen. Das ist eine ganz tolle Geschichte. Dudenhofen ist ein ehrlich geführter Verein. Die Gemeinschaft fasziniert“, erklärt Hack.
Nach seinem Aus in Berghausen sei rasch der Kontakt zum Klub aus dem Spargeldorf entstanden. Bislang war Hack aber fast ausschließlich als Cheftrainer tätig. „Das ist eine absolute Herausforderung. Zu sehen wie andere Trainer mit Spielern umgehen und wie sie ihre Ansprache gestalten. Ich kann mich persönlich weiterentwickeln“, sagt er. Auch auf die Zusammenarbeit mit Litzel freut er sich: „Wir kennen und schätzen uns.“
Eine neue Zeit, in der es kitzelt
Ab wann und unter welchen Umständen er an der Seitenlinie des Platzes stehen kann, ist aktuell noch immer unklar. „Spieler und Trainer müssen hier verständnisvoll sein“, erklärt Hack, der beim Verband für die Erteilung des Spielrechts verantwortlich ist. Eine fußballfreie Zeit kennt er so nicht: „Ich genieße das jetzt mal. Es kitzelt aber schon.“