Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Dudenhofens Torjäger reagiert auf Beleidigungen

Hat was zu sagen: Julian Scharfenberger (rechts).
Hat was zu sagen: Julian Scharfenberger (rechts).

Übelst von Trierer Fans beleidigt, stand Julian Scharfenberger vom FV Dudenhofen nach seiner Auswechslung im Heimspiel gegen Eintracht Trier im Fokus. Über die sozialen Medien machen nun seine Stellungnahme und ein angefügtes Video der Ereignisse vom Top-Torjäger der Oberliga die Runde.

Im Gespräch mit der RHEINPFALZ äußert er sich zu den Vorkommnissen: „Während dem Spiel habe ich schon gemerkt, dass die Fans nicht nur Stimmung machen, sondern auch Spieler von uns beleidigen“, sagt er.

Nach seiner Auswechslung in der Schlussphase, beschreibt Scharfenberger seinen Weg in Richtung Auswechselbank: „Ich habe aus der Ecke extreme Beleidigungen gehört. Die Personen sind dann noch Richtung Bande gesprungen.“

Der Stürmer mochte sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn er den Trierern etwas entgegengesetzt hätte: „Die wären wahrscheinlich über die Bande gesprungen und hätten mich gejagt“, meint Scharfenberger.

Kein Verständnis

Er zeigt dafür kein Verständnis und findet keine Erklärung für solche Handlungen: „Ich finde es krass, dass es mittlerweile normal ist, Leute zu beleidigen.“ Vor allem müsse er sich Beleidigungen anhören von Leuten, die „noch nie gegen einen Ball getreten haben“.

Dass die Fans ihr Team unterstützen, sei absolut in Ordnung. Hass gegen Spieler und Schiedsrichter gehe aber klar zu weit. Eine Sache stört Scharfenberger besonders: „Im Basketball oder im Handball gibt es so etwas nicht. Im Fußball dagegen ist es normal geworden.“

Auf seine Nachricht über die sozialen Medien erhielt er viele positive Reaktionen. „Der Trierer Kapitän Simon Maurer hat sich bei mir gemeldet. Auch für ihn waren die Aktionen unter der Gürtellinie“, teilt Scharfenberger mit: „Was denken die Leute, was sie damit erreichen?“

Torjäger bestätigt

Anhand der Reaktionen fühlt sich Scharfenberger bestätigt, dass er sein Statement veröffentlicht hat. „Viele haben mir gesagt, ich habe überragend reagiert und soll mir keine Gedanken machen.“

Angst, dass solche Aktionen erneut vorkommen, hat der Stürmer weniger: „Nächste Saison würde sich das sowieso wiederholen. Die einzige Antwort kann ich auf dem Platz geben.“

Eine Lösung für das Problem ist für ihn nicht in Sicht: „Es ist schwierig. Einzelne Personen kann man nicht unter Kontrolle halten.“ Die Polizei hätte für Scharfenberger dennoch „präsenter sein müssen“. Im Spiel bei Hertha Wiesbach (Samstag, 15.30 Uhr) hat Scharfenberger nicht mit Anfeindungen zu rechnen.

RHEINPFALZ-Tipp: 0:2

Dudenhofens Malcolm Little hält seinen Kasten sauber, ein Garant für Punkte. Vorne tritt Julian Scharfenberger nach den Vorkommnissen aus der vergangenen Woche noch selbstbewusster auf und schießt den FVD zum Sieg.

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