Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Dudenhofen mit 1:1 nicht ganz zufrieden

Elmetertöter: Malcolm Little.
Elmetertöter: Malcolm Little. Foto: Buchholz

So ganz zufrieden war FV-Dudenhofen-Trainer Christian Schultz trotz des aus seiner Sicht sehr guten Oberliga-Auswärtsspiels bei Hassia Bingen nicht. Dass er mit dem Punkt besser leben konnte als Kollege Dimitri Mayer auf der anderen Seite, war nach dem 1:1 klar.

Die Binger bleiben im Tabellenkeller stecken. Der FV hat seinen Platz im gesicherten Mittelfeld behalten. Eine halbe Stunde mussten die Gäste in Unterzahl überstehen, nachdem Rami Zein nach zwei taktischen Fouls im Mittelfeld innerhalb weniger Minuten von Schiedsrichter Michel Lehmann mit der Ampelkarte vom Platz geschickt worden war (62.).

„Völlig überzogen“, kritisierte Schultz dabei den zweiten Pfiff. Dass die Binger danach keine einzige Torchance mehr herausarbeiteten, lag an der konzentrierten Defensivleistung des FVD. Umgekehrt spielte der seine Konterchancen nicht aus. Sonst wäre am Rhein-Nahe-Eck mehr drin gewesen.

Ein Kuriosum waren die von den vorherigen Torschützen vergebenen Strafstöße. Erst fand Julian Scharfenberger in Björn Müller seinen Meister (42.). Dann machte es Malcolm Little dem Binger Torsteher nach und parierte den Ball von Adnan Kizilgöz (49.).

Schultz deutlich

„Ich hatte mich eigentlich für die Mitte entschieden und dann aber gesehen, dass er mir die Ecke anbot“, sagte Scharfenberger, dessen letzter Elfmeter schon lange zurückliegt. „Kläglich“, fand Schultz ein deutliches Wort.

Paul Stock hatte Scharfenberger bereits nach 17 Minuten das 1:0 vorgelegt, der Stürmer den Weg zwischen den Binger Innenverteidigern Serdal Günes und Sebastian Baumann gefunden, sich frei vor Müller die Ecke ausgesucht.

Bitter für Dudenhofen, dass keine 90 Sekunden später der Ausgleich fiel. Hassia-Außenverteidiger Christian Klöckner hatte das Kunstleder auf Kizilgöz durchgesteckt, der es mit dem rechten Fuß links am herausstürzenden Little vorbeizirkelte. Daniel Eppels Rettungsversuch kam einen Tick zu spät.

Dicht gemacht

Spielerisch sahen die Fans wenig Höhepunkte. Den Bingern war die Unsicherheit nach bislang fünf verlorenen Spielen auf eigenem Platz anzumerken. Bei ihnen fehlten zumeist Druck und Tempo im letzten Drittel.

Die Gäste konzentrierten sich nach dem Ausgleich vorrangig darauf, die Abwehr dicht zu machen und mit weiten Bällen in die Spitze Nadelstiche zu setzen. Nach Flanke von Patrick Lindner blockte Klöckner einen Schuss Scharfenbergers gerade noch zur Ecke (31.).

Kevin Schall eröffnete sich nach einer Ecke im zweiten Abschnitt noch eine Kopfballmöglichkeit (69.). Mehr war offensiv nicht. Die Hassia brachte nach einigen guten Einschusschancen vor der Pause im zweiten Abschnitt gar nichts Gefährliches mehr auf den Rasen. Lediglich ein Heber von Enes Sovtic in der Nachspielzeit näherte sich dem Gehäuse an.

Gut leben

„Die Niederlage drohte uns nur beim Elfmeter“, fasste Schultz die zweiten 45 Minuten zusammen, „das wir mit dem Punkt sicherlich besser leben können als die Binger“. Deren Coach Mayer war nach dem ersten Heimzähler zumindest nicht völlig unzufrieden: „Es hätte auch anders laufen können, wenn der Elfmeter für Dudenhofen vor der Pause reingegangen wäre.“ Den möglichen Dreier hatten beide Teams vom Punkt vergeben, schiedlich-friedlich. Den unbedingten Siegeswillen zeigte keines der beiden Teams.

RHEINPFALZ-Tipp: 1:1

Lieber Julian Scharfenberger, vielen Dank, dass Sie und Ihr FV Dudenhofen dafür gesorgt haben, dass unser Tipp voll und ganz aufgegangen ist. Wir hatten ja schon angedeutet, dass Sie wieder treffen könnten. Aber viel wichtiger: Trotz der schier unglaublichen Personalnot punktet die Mannschaft weiter.

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