Speyer Freude bei den Nachfahren

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„Die Nachricht über den Fund der Absturzstelle hat etwas ins Rollen gebracht“, berichtet Erik Wieman. Der Waldseer, Mitglied der Arbeitsgruppe Vermisstenforschung, hat im vergangenen Herbst zusammen mit Peter Berkel (Schifferstadt) im Wald zwischen Speyer und Dudenhofen die Überreste eines vor 72 Jahren abgestürzten Flugzeugs der australischen Luftwaffe gefunden (wir berichteten am 10. Dezember). Jetzt hat er Kontakt zu Nachfahren der getöteten Soldaten hergestellt.

Ein australischer Veteranenverband sei sehr dankbar über die Informationen aus Speyer und sehr hilfreich bei der Suche nach Nachfahren gewesen, so Wieman. Von einem der sieben Insassen sei bisher die Familie ausfindig gemacht worden: Von „Flight Sergeant“ D’Arcy Morrison. Er habe im Lancaster-Weltkriegsbomber DV 174 als Heckschütze an einer Maschinengewehrkanzel der Maschine gesessen, die am 23./24. September 1942 für einen alliierten Angriff auf Mannheim eingesetzt wurde, auf dem Rückweg allerdings bei Speyer abgeschossen wurde. D’Arcys Morrisons Leichnam sei in dem abgebrochenen Heck auf einem Waldweg gefunden worden. „Die Familie ist hellauf begeistert, dass die Stelle gefunden wurde und sich jemand darum kümmert, dass die Stelle nicht in Vergessenheit gerät“, berichtet Wieman nach einem ersten Austausch. Er habe Kontakt zu Lisa Norris, einer Großnichte des Soldaten, zu Carolyn Norris, der Tochter einer Schwägerin. Es habe sich herausgestellt, dass die militärischen Ehrungen des Gefallenen nie an die Familie weitergegeben worden seien. Das solle nun nachgeholt werden. Die Suche nach Angehörigen der sechs anderen getöteten Soldaten aus Amerika und aus Australien dauere an. Wieman und Berkel verfolgen den Plan weiter, am Absturzort ein Denkmal aufzustellen. Wieman: „Wenn die Arbeit an der Stelle beendet ist, soll dort ein Gedenkstein mit Plakette platziert werden.“ Dafür werde noch ein Sponsor gesucht. Zunächst sei bei der Stadt eine Suchgenehmigung für dieses Jahr beantragt, um weitere Relikte an der Unglücksstelle zu bergen. Genehmigungen strebe die Arbeitsgruppe zudem für die Absturzstellen zweier deutscher Jäger und eines US-Bombers in Berghausen und Mechtersheim an. In Limburgerhof gehe es um einen britischen Bomber. (pse)

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