Handball
Frauen-Oberliga: HSG Dudenhofen/Schifferstadt stellt den Super-Angriff
Auch in der Oberliga Rheinhessen-Pfalz mischt Dudenhofen/Schifferstadt ganz vorne mit: Ungeschlagener Tabellenführer mit 16:2 Punkten, erfolgreichster Angriff mit durchschnittlich fast 32 geworfenen Toren. „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorrunde. Wir haben bis jetzt das Beste rausgeholt, und das Team ist speziell mit dem kleinen Kader immer an seine Grenzen gegangen,“ ist Coach Jens Zwißler einverstanden mit der Vorstellung der Seinen.
Zwißler zurückhaltend
Zwißler gab sich vor der Saison in der Formulierung des Saisonziels zurückhaltend. Schließlich gab es vier Abgänge und keine externen Neulinge zu verzeichnen. Zwei A-Juniorinnen und Christina Fahrnbach aus der zweiten Mannschaft unterstützen. Manchmal war nur eine Trainingseinheit pro Woche möglich.
„Es ist schwer, sich mit vier bis sieben Spielerinnen im Training auf einen Gegner vorzubereiten. Wir schauen daher nur auf uns“, sieht sich Zwißler angesichts des Tabellenplatzes bestätigt. Die Abgänge hinterließen seiner Meinung nach nicht unbedingt Lücken. Die HSG sei eher noch enger zusammengerückt.
Scholtes fehlt
Bis auf Qérén Audrey Scholtes blieb die HSG von verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfällen verschont, für ihn angesichts des engen Personalkostüms ein glücklicher Umstand. Aber er sagt auch, „dass ich die Klasse stärker eingeschätzt habe“. Der Reifeprozess schreitet voran. Der Teamgedanke steht stark im Vordergrund.
Jede Spielerin setzt ihre Aufgaben in der Mannschaft immer besser um. Im Rückraum gehen Jennifer Fohs (88 Tore) und Marlene Oetzel (76) voran, treffen auch mal zweistellig. Zwißler schätzt die jetzt gegebene Ruhe in seiner Formation. In engen Partien und bei Rückständen gibt sich seine Sieben nicht auf, lässt selten Nervosität aufkommen und kämpft stets weiter.
Lob an Heiligenstein
„Letztes Jahr hätten wir Spiele wie in Osthofen, Budenheim und Bretzenheim verloren. Da bin ich mir sicher.“ Einzig die Wurfausbeute gefällt ihm nicht so gut: „Hier sind wir zu fahrlässig.“ Die Konkurrenten der HSG ganz oben in der Tabelle aus Heiligenstein und Wörth überraschen ihn nicht: „Das sind gut eingespielte Mannschaften.“
Gegen den TuS lautete das Resultat 29:29 und beim hauchdünnen 23:22-Erfolg in Wörth habe Dudenhofen/Schifferstadt viel Dusel gebraucht. Dass die rheinhessischen Klubs bisher keine Rolle an der Tabellenspitze spielen, liege möglicherweise daran, dass diese auswärts auf das gewohnte Ballhaftmittel verzichten müssten.
Bis Samstag genoss der erschöpfte, am Limit spielende Kader Pause. Ziel bleibt weiterhin, das Maximum zu erreichen, und er werde dann sehen, ob die Panther ganz vorne dabei bleiben. „Jeder will gegen uns gewinnen, und die meisten spielen sogar eine Nummer stärker. Aber wir nehmen den Kampf gerne an.“ Unabhängig von der Ligazugehörigkeit in der kommenden Runde arbeiten die Verantwortlichen in Dudenhofen und Schifferstadt nach den Worten des Übungsleiters aktuell mit Hochdruck an der Ergänzung sowie Verstärkung des Aufgebots.