Speyer Forderung an Kita-Träger: Elternbeiträge aussetzen
Zumindest für den Monat Januar müssten die von den Eltern zu leistenden Kita- und Verpflegungsbeiträge ausgesetzt werden, fordert der Ausschuss, in dem Elternvertreter verschiedener Speyerer Kitas sitzen. Das betreffe die Beiträge für Kita und Hort ebenso wie die Kosten für Mittagessen, die teilweise pauschal abgebucht würden, auch wenn ein Kind die Kita nicht besuche. „Wenn die Träger von den Eltern Solidarität und Betreuung ihrer Kinder einfordern, dann können sie nicht für diese Zeit Kita- und Verpflegungsbeiträge kassieren“, heißt es in einer von Vorstandsmitglied David Jacob verbreiteten Pressemitteilung.
Ein Lob geht darin an die Stadt Frankenthal, die bereits im Sinne der dortigen Eltern entschieden habe. Wenige Stunden nach der Mitteilung erhielt der Elternausschuss laut Jacob von der Stadt Speyer die Information, dass diese die Verpflegungskostenbeiträge für die Kitas in ihrer Trägerschaft im Januar aussetzt. Elf von 25 Kitas in Speyer betreibt die Stadt. Elternvertreter Jacob wertet das Entgegenkommen der Stadt als „Teilerfolg“. Ziel sei allerdings, „dass das alle Träger mitmachen“, und dass neben den Verpflegungskosten auch die sonstigen Beiträge ausgesetzt werden, die etwa für Krippen- und Hortkinder anfallen: „Das sind bis zu 300 Euro im Monat, die entrichtet werden sollen, obwohl gleichzeitig die Eltern aufgefordert werden, ihre Kinder nicht in die Einrichtungen zu geben.“
„Wenn möglich zu Hause“
Die vom Land vorgegebene Regelung, dass Kinder trotz des aktuellen Lockdowns bei dringendem Betreuungsbedarf weiter in die Kita gebracht werden dürfen, lobt der Ausschuss. Das komme den Familien entgegen. Dass für den Bedarf keine Nachweise mehr gefordert würden, wie im ersten Lockdown, sei eine Erleichterung: Diese „Förmelei“ habe damals zu viel Ärger zwischen Eltern und Kindergärten geführt. Der Stadtelternausschuss schließt sich den politischen Appellen an, „mit solidarischer gegenseitiger Unterstützung“ durch die Corona-Krise zu gehen. Dazu gehöre natürlich auch, die Kinder „wenn immer möglich zu Hause zu betreuen“.