Speyer Flaschen, Kippen und Teile eines Autowracks

Die Gegend um Harthausen und Dudenhofen ist wieder ein Stück sauberer. Denn am Wochenende haben Dutzende Helfer Müll gesammelt. Positiv: Offenbar wurde weniger Abfall weggeworfen als in den Jahren zuvor.
Das gesamte Harthausener „Revier“ wurde am Samstag von fast 30 Helfern verschiedener Vereine abgegrast auf der Suche nach wild entsorgtem Müll. Sammelgut Nummer eins: Glas, in Form von Flaschen. Generell waren es die kleinen Abfälle, die von Unbelehrbaren achtlos in der Natur entsorgt worden waren, wie die Helfer beim abschließenden Erfahrungsaustausch in der Vogelschutzhütte feststellten.
„Dieses Jahr habe ich den Eindruck, dass deutlich weniger Müll entsorgt wurde“, merkte Wilhelm Dieckmann, einer der Helfer, an. Dieckmann war für die Jagdgenossen am Morgen aufgebrochen war, um Unrat zu orten und zu entsorgen. Im vergangenen Jahr seien noch ein Fernsehgerät und eine Badewanne aus dem Wald gezogen worden. „Diesmal waren es überwiegend größere Schnapsflaschen, Zigarettenschachteln, Taschentücher und Bonbonpapier“, fasste er die Erkenntnisse zusammen.
Allein die Jagdvertreter hätten 20 Säcke zusammengetragen – dazu kam der eingetütete Müll der ehrenamtlichen Sammler des Vogelschutzvereins, der Bundeswehr und aus der Bürgerschaft.
Zwölf Kubikmeter Müll – so lautete die Bilanz am Ende des Dreck-weg-Tages in Dudenhofen am Samstagmittag. Eingerechnet war darin der Unrat, den der Nachwuchs aus den beiden Kindertagesstätten und von der Jugendpflege bereits in der vorangegangenen Woche zusammengetragen hatte, wie Bürgermeister Peter Eberhard (CDU) anmerkte.
Ehrenamtliche aus elf Vereinen rüsteten sich am Samstagmorgen mit Säcken, Greifern und Handschuhen aus, um die Natur von wildem Müll zu entsorgen. Mit dabei: die Patenkompanie der Verbandsgemeinde aus der Speyerer Kurpfalzkaserne. „Es tut mir jetzt schon leid, wenn sie nicht mehr dabei sind“, sagte Eberhard. Er bedauerte den Bruch einer gewachsenen Verbindung.
Beim Dreck-weg-Tag in Dudenhofen sei grundsätzlich weniger Unrat zum Bauhof gebracht worden als in den Vorjahren, hatte Eberhard von den Teilnehmern erfahren. Kaum Flaschen seien eingetütet worden, dafür jede Menge Zigarettenkippen. In Dudenhofen wurden Teile eines Autowracks, ein Fernseher und leere Ölfässer entsorgt. Zum Sinn und Zweck des Müllsammeltages sagte Eberhard: „Er sensibilisiert alle dazu, mehr auf die Natur und die Ordnung zu achten.“ (xsm)