Speyer Feuerlöschboot wird morgen an Land gezogen

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Morgen, Mittwoch, ab 11 Uhr soll es aus dem Wasser gezogen und dann auf einen Tieflader gesetzt werden: das „Feuerlöschboot 2“ der Mannheimer Feuerwehr. Es ist am Samstag auf dem Rhein bis zur Schiffswerft Braun gefahren (wir berichteten) und liegt dort nun vor Anker. Am Mittwochabend soll das Boot ab ungefähr 21 Uhr von der Werft ins Museum transportiert werden.

Nach Auskunft von Museumssprecherin Corinna Handrich wird das neue Ausstellungsstück bereits ab Donnerstag für Besucher zu besichtigen sein. Einige Restaurationsarbeiten an dem rund 50 Jahre alten Boot, etwa ein neuer Anstrich, würden in nächster Zeit im laufenden Betrieb erledigt, teilte sie mit. „Ob das Feuerlöschboot auch begehbar sein wird, ist noch nicht klar. Darüber sprechen wir noch mit der Stadt Mannheim als Leihgeber“, sagte Handrich. In Mannheim war das besondere Fahrzeug der Berufsfeuerwehr am Samstag mit Blasmusik und Segenswünschen aus dem Mühlauhafen aufgebrochen, in Speyer von Schaulustigen empfangen worden. Gleich neun ehemalige Bootsführer waren dabei an Bord. Rund 4600 Mal war das Löschboot seit 1966 ausgelaufen. Es war bei Tankschiffexplosionen im März 1970 und im Oktober 1995 bei der BASF ebenso im Einsatz wie bei Großbränden im Mannheimer Hafengebiet – zuletzt 2009 bei einem Großbrand in einem Reifenlager in Mannheim-Rheinau. 2013 wurde das altgediente Schiff von seinem Nachfolger, der „Metropolregion Rhein-Neckar“, abgelöst, das den Vorgänger auf der letzten Fahrt nach Speyer begleitete. Hermann Layher, Museumschef der Speyerer Sammlung, überwachte dabei den Weg des neuen Schmuckstücks. Das Boot passe aus doppeltem Grund ins Speyerer Museum. „Gemeinsam mit dem Rheinschlepper ,Glarus’ bildet es die Rheinschifffahrt ab. Außerdem haben wir die größte Feuerwehrausstellung Europas“, sagte er. Der Mannheimer Bürgermeister Christian Specht (CDU) schätzte, dass es im kommenden Frühjahr so gut hergerichtet ist, wie es die Stadt und das Museum wünschen. Dass das Boot bald in Speyer zu besichtigen sein wird, ist auf den sanften Druck des Unternehmers Rolf Götz zurückzuführen, der in der Feuerwehr Mannheim und im Freundeskreis des Museums aktiv ist, als einziger freiwilliger Feuerwehrmann der Stadt Mannheim ein Patent für die Führung des Löschbootes hat. „Er hat uns davon überzeugt, dass wir dieses Boot unbedingt brauchen“, sagte Layher und lachte. Seit inzwischen drei Jahren sorgt das neue Mannheimer Löschboot auf dem Rhein und Neckar sowie bei den anliegenden Firmen wie der BASF für Sicherheit. |tbg/env

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