Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Feuerbachpark: Moderner, bunter, schattiger

Sollten das Parken unter den Platanen am Feuerbachpark verhindern: 2021 am Straßenrand platzierte Findlinge.
Sollten das Parken unter den Platanen am Feuerbachpark verhindern: 2021 am Straßenrand platzierte Findlinge.

Die Pläne für die vorgesehene Umgestaltung des Feuerbachparks liegen zwar noch nicht auf dem Tisch. Mit der ersten Bürgerbeteiligung hat die Stadt nun aber Ideen gesammelt, Anregungen aufgenommen und Interessen der Anwohner diskutiert. Mehr Wasser, Barrierefreiheit, Qualität, Mülleimer und Sitzgruppen sind gefragt.

Rund 400.000 Euro will die Stadt für die Umgestaltung in die Hand nehmen und das Projekt innerhalb von höchstens zwei Jahren realisieren. Das Städtebau-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt Speyer-Süd“ (früher Soziale Stadt) sei an der Finanzierung beteiligt.

Robin Nolasco, städtischer Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauwesen, stellte zwei Landschaftsarchitekten des beauftragten Planungsbüros Hofmann-Röttgen vor, die in Speyer bereits mehrere Projekte verwirklicht hätten. „Der Park soll jederzeit für alle da sein“, formulierte Nolasco das Ziel. Im Hinblick auf beklagte, abendliche Lärmbelästigungen rund um den Basketballkorb, wies er auf die entsprechenden Regelungen in der Parksatzung hin.

Beschwerden über „Fremdparker“ und verstopfte Gullis

Es gelte, Gemeinsamkeiten zu finden, sagte Umweltdezernentin Irmgard Münch-Weinmann (Grüne). Viel Raum nahmen Beschwerden über „Fremdparker“ vor den Häusern der Anwohner ein. Parkhäuser beispielsweise am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus hätten die Situation nicht entschärft, berichteten Teilnehmer über von morgens bis abends zugeparkte Stellflächen rund um den Feuerbachpark. „Von der Platanenallee gefallenes Laub verstopft regelmäßig die Gullis“, lautete ein weiterer Vorwurf. Ein Anwohner kritisierte nasse Keller seit der Straßenmodernisierung vor neun Jahren.

Den Feuerbachpark-Spielplatz bezeichneten zwei Anwohnerinnen als „schrecklich“. Das Angebot entspreche nicht den heutigen Bedürfnissen, hervorstehende Schrauben gefährdeten die Sicherheit der Kinder. Alteingesessene Bewohner erzählten von besseren Zeiten, als der Park noch regelmäßig von einem städtischen Angestellten gepflegt worden sei. Seit 1911 gibt es die Parkanlage, 1995 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Schwendy: Wegestruktur erhalten, Kritik berücksichtigen

Die Wege seien ebenfalls nicht heutigen Bedürfnissen angepasst, beschrieb eine Anwohnerin die in ihren Augen schlechten Zugänge und Wege, die den Namen nicht verdienten. Grünflächenplaner Steffen Schwendy erklärte, die Wegestruktur im Wesentlichen erhalten, die berechtigte Kritik der Anwohner indes bei der Neugestaltung berücksichtigen zu wollen. Einem Teilnehmer war der Park „zu grün“. Er vermisse bunte Blumen, die die Attraktivität des Park seiner Meinung nach steigern und zudem Lebensraum für Bienen und Insekten bieten würden.

Schatten und Wasser fehlten im Park, erklärte ein Anwohner und regte an, Sonnensegel, Brunnen, Wasserspielplatz und Trinkwasser-Säulen zu installieren. Eine Frau trieb die Sorge um, dass möglicherweise Altglascontainer im Feuerbachpark aufgestellt werden könnten. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering“, sagte Nolasco. Sie würde sich über Austausch und Erweiterung der Parkbänke freuen, wies sie auf zu wenige Sitzmöglichkeiten hin. „Ich fühle mich bei Dunkelheit unsicher“, beklagte eine Anwohnerin, die nicht flächendeckende Beleuchtung des Feuerbachparks. „Die Bürgerbeteiligung im Park heute ist die erste, aber nicht die letzte“, erklärte Münch-Weinmann.

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